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Politik

Interview mit Trump-Unterstützer Nicolas Smith

Wir haben mit Deutschlands berühmtesten Trump-Unterstützer, Nicolas Smith, gesprochen.

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Hallo Herr Smith! Sie leben derzeit in Deutschland. Ihre Familie kommt aus Kalifornien. Sie haben bei der letzten Präsidentschaftswahl Donald Trump Ihre Stimme gegeben und das in der deutschen Öffentlichkeit offen zugegeben. Warum haben Sie das getan und was erhoffen Sie sich vom neuen Präsidenten?

S: Meine politische Sichtweise ist differenziert und ich würde sie normalerweise nicht der Öffentlichkeit preisgeben, aber unter den gegebenen Umständen dieser Wahl, habe ich mich dazu gezwungen gefühlt. In den vorherigen zwei Wahlen wählte ich Barack Obama, aufgrund meiner sozial-liberalen Ansichten. In dieser Wahl, wählte ich beruhend auf unserer Wirtschaft und den wirtschaftlich-sozialen Problemen. Die Regierungskorruption, namentlich die Dominanz der Großunternehmer, welche die Richtung unseres Landes bestimmen, muss gestoppt werden. Die Interessen der Großunternehmen sind meistens widersprüchlich zu den kleinen Unternehmen und den Bürgern unseres Landes. Die Differenz zwischen arm und reich ist unter Präsident Obama drastisch gestiegen und es wurde klar, dass das Establishment beider Parteien eher die Interessen der Globalisierung, als die der amerikanischen Bürger vertreten. Ich hoffe, dass Präsident Trump sein Versprechen erfüllt und die de-facto offene Grenzpolitik der vergangenen Regierung beendet und alle Handelsabkommen überprüft, welche so viele gute Arbeitsplätze nach Übersee gebracht hat.

Was hat sich für Sie geändert, seitdem Sie Trump offen in Deutschland unterstützt haben?

Der Druck auf die Deutschen ihre politische Meinung öffentlich zurückzuhalten, ist extrem stark. Als Englischlehrer, der schon seit mehreren Jahren unterrichtet und ein kleines Restaurant besitzt, habe ich die starke Vermutung, dass Deutsche eine generelle öffentliche Meinung und eine private Meinung haben und dies trennen. Aufgrund der deutschen Geschichte denke ich, ist es wichtig, sich der Bedrohungen des Rechtsextremismus klar zu werden. Jedoch sollte man nicht die Bedrohung des Linksextremismus außer Acht lassen, die man bereits in der DDR, Sowjet Union oder auch heute in China, Kuba und Nordkorea sehen kann und konnte. Faschismus existiert auf beiden Seiten des politischen Spektrums und viele Linke vergessen das. Lediglich durch das Aussprechen meiner Meinung, welche weit komplexer ist, als sie in der Presse dargestellt wird, wurde ich als Held gepriesen und als Schurke verurteilt. In einer freien Gesellschaft wie Deutschland sollte es nicht möglich sein, dass man durch die Präsentation seiner Anti-Mainstream Meinung solch dramatische Rückmeldungen erhält.

Sie führen in Essen ein Burgerrestaurant. Vor kurzem haben Sie eingeräumt, dass Ihnen Kunden abgesprungen seien. Bekommen Sie auch Zuspruch?

Ich lebe in einer „hippen“ rot-grünen Nachbarschaft. Viele meiner früheren Stammkunden, die die Tatsache mochten, dass ich ein internationales „Flair“ in die Nachbarschaft brachte, haben mich nun verlassen. Ich habe neue Kunden gewonnen, welche leidenschaftliche Fans sind und von weither kommen, wie zum Beispiel aus Rostock, um mein Geschäft zu unterstützen. Zweifellos bin ich über jegliche Unterstützung froh und es betrübt mich zu tiefst, dass viele familiäre Gesichter meine Entscheidung bezüglich der amerikanischen Wahl als nicht tolerierbaren Akt sehen.

Was sagen Sie zur politischen Landschaft in Deutschland? Halten Sie den politischen Dialog in Zeiten von politischer Gewalt und Boykott-Aufrufen noch für fair?

Die politische Landschaft in Deutschland ist düster. Die Frustrationen unter den Wählern, die zu einer steigenden Unterstützung für die AfD geführt haben, werden nur wachsen, wenn die Hauptparteien diese Bedenken nicht ernst nehmen. Es ist sehr traurig, dass die Leute als Rassisten oder Nazis bezeichnet werden, wenn sie legitime Bedenken hinsichtlich der Zukunft Deutschlands äußern. Deutsche Bürger haben das Recht, eine ehrliche und offene Debatte über die Vor- und Nachteile der Globalisierung und der Massenmigration zu haben. Menschen zu bedrängen, die mit dem Status-quo an den politischen Rändern nicht einverstanden sind, steht einer friedlichen, demokratischen Gesellschaft entgegen und nährt die Samen des Extremismus. Leute, die mein Restaurant boykottieren, weil ich anders denke als sie, sind einfach dumm. Sie können tun, was sie wollen, aber sie sollten erkennen, dass sie nicht besser sind als die Art von Menschen, die die sehr vielen linken Diktaturen unterstützt haben, die unsere Welt gekannt hat, ganz zu schweigen von der DDR. Ich wiederhole: wenn eine Person nicht an politisches Engagement und einen offenen Diskurs über Ideen glaubt, unabhängig von der politischen Überzeugung, sind sie einfach nur dumm.

Viele Menschen wenden sich hierzulande von den etablierten Parteien ab. Weltweit herrscht eine neue Skepsis gegenüber den Eliten und der Presse. Donald Trump verkörpert diese Einstellungen. Halten Sie es für richtig, dass Donald Trump Angela Merkels Flüchtlingspolitik „irrsinnig“ nannte?

Ich glaube, dass Donald Trump in seiner Einschätzung von Angela Merkels offener Grenz- und Flüchtlingspolitik richtig liegt. Es ist irrsinnig. Es gibt so viele Menschen, die sich für den Flüchtlingsstatus in der Welt qualifizieren, wie es in Deutschland Bürger gibt. Wo ziehen wir die Grenze? Es muss akzeptiert werden, egal wie kalt es scheinen mag, dass wir nicht alle retten können. Stellen Sie sich jede Nation als Rettungsboot vor. Unser Boot ist voll. Vielleicht können wir ein oder zwei weitere Insassen an Bord nehmen und überleben, aber irgendwann wird unser Rettungsboot zu schwer und sinken. Es wäre für jeden von Vorteil, wenn wir eine rationale Diskussion über die Flüchtlingsfrage hätten.

Es gibt eine weitere Komponente zu diesem Thema, die viele als verschwörerisch bezeichnen würden, aber es ist alles andere als das. Europa und Amerikas vergangene Politik haben die Flüchtlingskrise in erster Linie geschaffen. Und Deutschland, mit seinem riesigen Export von Waffen, hat eine aktive und unheimliche Rolle gespielt. Die meisten Mitglieder der politischen und wirtschaftlichen Elite Amerikas und Europas möchten eine offene globale Gesellschaft schaffen. Diese Davos-Eliten sehen dies als eine positive Entwicklung in der menschlichen Evolution- die Veränderung der Weltbevölkerung und die Beseitigung der Nationalstaatsstruktur. Es gibt viele Argumente für eine globalisierte Gesellschaft, aber es gibt auch Argumente dagegen. Wenn wir an die Demokratie glauben, was leider Europa und Amerikas Eliten nicht tun, sollten wir eine ehrliche Diskussion darüber haben, wo die Zukunft der Menschheit hingehen soll.

Ich persönlich glaube, dass es von nachhaltiger Wichtigkeit ist, den einzigartigen Charakter und die Vielfalt der Kulturen der Völker der Welt zu erhalten, und dass die Handlungen der europäischen Führung in Bezug auf die Massenmigration als eine kulturelle Revolution 2.0 anzusehen sind.

Was meinen Sie: Könnte Deutschland auch einen Donald Trump gebrauchen? Wenn ja, was würde er wohl besser machen?

Donald Trump ist nicht der Mann für Deutschland. Er ist der Mann für Amerika. Auch Deutschland würde gut mit einer politischen Klasse leben können, die es als ihre heilige Aufgabe ansieht, der deutschen Nation und ihrem Volk zu dienen. Das sollte selbstverständlich sein. Denn jetzt leben wir in einem System von Nationalstaaten. Unsere deutschen Führer sind für Europa nicht verantwortlich. Sie sind nicht verantwortlich für das kriegszerissene Syrien. Sie sind für Deutschland verantwortlich. Ich möchte die deutsche Führung sehen, die das Leben in Deutschland in erster Linie verbessern will.

Ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen alles Gute!

Foto: ZDF

 

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Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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