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Yu-Gi-Oh Duel Links – Konamis große Chance

Wer kennt das Kartenspiel noch aus Jugendzeiten?

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Fotos: Screenshots

Kaum ein Kind der 90er Jahre wird dieses Wort nicht kennen: Yu-Gi-Oh. Ein Kartenspiel, welches eine gesamte Generation geprägt hat. Doch die Marke „Yu-Gi-Oh“ vom Herrsteller Konami ist lange nicht mehr so populär wie in den 2000er Jahren. Die Szene rund um das Spiel ist merklich geschrumpft. Während man vor fünfzehn Jahren nahezu an jedem Kiosk eines der beliebten „Boosterpacks“ kaufen konnte, fängt man sich heute eher fragwürdige Blicke ein. Diesem Abwärtstrend versucht Konami bereits seit Jahren entgegenzutreten und kam daher 2017 mit seiner neusten Innovation um die Ecke: Yu-Gi-Oh! Duel Links.

 

Yu-Gi-Oh! Duel Links, erhältlich auf Steam und im App/play Store, ist stark zusammengefasst die  Online-Version von Yu-Gi-Oh! und stellt gleichzeitig ein neues Format vor, welches es auch im Januar 2019 auf den realen Markt geschafft hat: das Speed Duel Format. Dieses Format unterscheidet sich vom eigentlichen Spiel so gut wie gar nicht. Es wird alles simpler gestaltet: weniger Kartenzonen, die Mindestanzahl an Karten im Deck wurde reduziert, die  verfügbaren Lebenspunkte zu Beginn ebenfalls. Das Besondere an diesem Spiel ist jedoch die Kartenauswahl. Wer sich in Yu-Gi-Oh! Duel Links nach Link, XYZ oder Pendelkarten sehnt, der sucht vergeblich. Denn das Spiel hat die Zielsetzung, alte Spieler, die Yu-Gi-Oh! nach der Synchro Ära aufgrund der Komplexität aufgegeben haben, wieder für das Spiel zu begeistern. Bis zu einem gewissen Punkt gelingt dieses Vorhaben auch wirklich gut. Das Spiel ist sehr übersichtlich, ermöglicht Einsteigern einen leichten Einstieg und sorgt durch eine Vielzahl an Zusatzelementen für eine gewisse Abwechslung. So ist es zum Beispiel möglich, in der sogenannten „Duell Schule“ Rätsel zu lösen, in denen man in kniffligen Situationen den Gegner in nur einer Runde besiegen muss. Auch die ständig aktualisierenden Events sorgen dafür, dass man als Spieler stehts eine gewisse Nebenbeschäftigung hat. Dass Duel Links ursprünglich nur ein Handy Spiel war, kommt dem Ganzen zugute.

Leider zeigt Duel Links vermehrt die negativen Seiten eines free2play Spiels auf. Mit der digitalen Währung „Edelsteine“ ist es möglich, kleine Pakete mit Karten zu kaufen, damit das eigene Karteninventar gefüllt wird. Im Shop kann man sich zwischen mehreren Boxen entscheiden, in denen unterschiedliche Karten sind. Investiert man Edelsteine, so zieht man einen zufälligen Mix dieser vorgegebenen Karten aus dem Pool. Dieser Vorgang kann ziemlich lästig sein, denn es dauert im späteren Spielverlauf ziemlich lange, bis man viele Edelsteine gesammelt hat. Aber natürlich ist es möglich, diesen Prozess zu verkürzen: mit Echtgeld. Anstatt die Packs mit Edelsteinen zu kaufen, ist es möglich echtes Geld zu investieren. Zwar wird der Spieler nicht wirklich gezwungen, Geld zu investieren, allerdings ist Konami mittlerweile so weit gegangen, einzelne vorgefertigte Decks (eine bestimmte Ansammlung an Karten) nur noch mit Echtgeld erhältlich zu machen. Ein Geschäftsmodell, welches früher oder später dem Spiel das Genick brechen wird, wenn sich dieses verhöhnte „pay to win“ Prinzip weiter ausbaut.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Yu-Gi-Oh! Duel Links das perfekte Spiel für Wiedereinsteiger ist. Die Leute, die aufgrund der negativen Entwicklung des Kartenspiels ausgestiegen sind, werden sich in einem mit Nostalgie gefülltem Spiel wie Duel Links pudelwohl fühlen. Es bleibt abzuwarten, ob Konami diese große Chance für sein Produkt nutzt, oder aufgrund reiner Geldgier das Spiel kurz- oder mittelfristig in den Ruin treibt.

 

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