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Politik

Wieso ich Burschenschafter wurde!

Warum Burschenschaft? Oder doch eher: warum nicht?

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Das Band als Markenzeichen, farbentragender Verbindungen.

Warum Burschenschaft?

Die Frage sollte eher lauten „Warum nicht?“. In einer Gesellschaft, die sich so schnell verändert wie die unsrige, in der Werte wie Ehre, Stolz, Zusammenhalt keine große Bedeutung mehr haben, ist es doch elementar, dass Menschen, denen diese Werte noch wichtig sind, ein Refugium haben. Ein Refugium in dem man abgekapselt von der Außenwelt frei seine Meinung äußern kann, ohne Angst davor haben zu müssen sozial ausgegrenzt zu werden und eine Freundschaft und auch einen Zusammenhalt genießt, den man sonst kaum mehr in dieser Welt findet.

„Ihr seid doch alles böse Nazis!“

Die Vorurteile gegenüber Burschenschaften sind allgegenwärtig und immer die Gleichen. Die studentischen Korporationen seien rückwärtsgewandt, homophob, sexistisch und seien alle Anhänger des Nationalsozialismus.
„Rückwärtsgewandt“ ist ein sehr pejorativer Ausdruck, meines Erachtens nach würde „traditionell“ viel besser passen. Ein gesundes Maß an Traditionspflege, durch das Zelebrieren des akademischen Fechtens, des Kneipens und der allgemeinen Umgangsformen ist in meinen Augen etwas sehr Wichtiges. Traditionen, die ohne das Pflegen durch die studentischen Verbindungen aus der Welt verschwinden würden. „Traditionell“ heißt nicht, dass alle Verbindungsstudenten über das Maß hinaus verklemmt seien, ich selbst bin stark an beiden Unterarmen tätowiert und habe diesbezüglich kaum negative Erfahrungen gemacht. Dass Verbindungen, die nur Männer/Frauen aufnehmen würden, sexistisch wie auch homophob seien ist auch ein weiteres Vorurteil, das sich nach näherem Begutachten des Sachverhaltes völlig im Sand verläuft. Aus Traditionsgründen nehmen die meisten Verbindungen egal ob Corps, Burschenschaft, Landsmannschaften oder Turnerschaften keine Frauen auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass zum Gründungszeitpunkt keine Frauen studieren durften. Das ist wirklich ein Punkt, den man meines Erachtens diskutieren könnte, da Frauen mittlerweile in bildungsrelevanten Fragen mit dem Mann vollständig gleichgestellt sind. Für mich gibt es dieses Problem betreffend eine wesentlich praktischere Begründung. Das Ziel ist es innerhalb der Verbindung lebenslange Beziehungen zueinander zu knüpfen, die über die Studienzeit hinausgehen. Zwischen Männern und Frauen kommt es jedoch unvermeidbar dazu, dass sich sexuelle Spannungen oder Liebeleien entwickeln, die starke Spannungen innerhalb der Korporation mit sich bringen können. Alleine aus dem Grund ist es völlig vertretbar nur ein Geschlecht aufzunehmen, was nämlich auch nicht heißt, dass sich keine Frauen auf dem Haus aufhalten dürfen. Desweiteren gibt es heute auch immer noch Männer-Tennisteams oder Frauen-Volleyballmannschaften, dort würde auch niemand Sexismus unterstellen. Der Vorwurf, dass Verbindungen homophob seien, lässt sich durch das gleiche Argument entkräftigen wie das Vorurteil des Sexismus.
Oft werden Verbindungsstudenten pauschal als Vertreter eines rassistischen und rechtsextremen Weltbildes betitelt. Weiter weg von der Realität könnte es nicht sein, da jede Verbindung basisdemokratisch aufgebaut ist. Alle wichtigen Entscheidungen werden über einen Convent oder eine Mitgliedervollversammlung abgestimmt. Dies ist gerade mit dem Hintergrund wichtig, dass die Burschenschaft sich seit ihrer Gründung nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon, immer für eine demokratische deutsche Nation ausgesprochen hat, gerade wegen solcher Aussagen wurde die Burschenschaft nicht selten verfolgt oder bedroht.

Fechten, Symbol für ein reaktionäres Männerbild?

Eines vorweg, Fechten gilt laut dt. Recht als normale Sportart, genauso wie Boxen, MMA oder Karate. Den letzten Mensurtoten gab es in den 1920er Jahren, als es noch nicht die heutigen Schutzvorrichtungen gab.
Zu allererst macht Fechten im Training sehr viel Spaß, erfordert jedoch auch ein Mindestmaß an körperlicher Fitness und sehr viel Selbstdisziplin. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass man vor der scharfen Mensur mit rasiermesserscharfen Klingen keine Angst hat. Aber genau das ist doch der Sinn. Wenn der Respekt vor der scharfen Mensur verloren ginge, dann hätte sie ja nicht diesen immens wichtigen Effekt nach innen, also auf die Mitglieder. Durch das stetige zusammen trainieren und auch das gemeinsame Durchleben der Mensurtage, das Mitfiebern mit seinen Freunden, schweißt es die Aktiven einer jeden Generation, aber auch über die Generationen hinaus stark zusammen. Ich selbst haben in den letzten 2 Jahren 4 scharfe Mensuren gefochten, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Der Nervenkitzel übertrifft jede Extremsportart, man könnte sogar sagen, dass Mensurfechten eine der ältesten Extremsportarten ist, die es gibt und ich kann mir jetzt noch nicht vorstellen damit aufzuhören.
Auch heute noch hauen sich Männer/Frauen beim Boxen oder bei anderen Sportarten im Ring in das Gesicht und verletzen sich dabei teilweise nachhaltig. Auch wenn die Mensur teils blutiger abläuft als ein Ringkampf sind schwerere Verletzungen ausgeschlossen und die Freude überwiegt die Schmerzen danach deutlich. Deswegen finde ich es äußert komisch, dass man gerade so eine Sportart derart in den Dreck zieht.

Burschenschaft, ein Erziehungsauftrag?

Ich war schon immer sehr politisch, früher in jungen Jahren eher in der linken Szene, heute eher in einem anderen Spektrum.
Nichtsdestotrotz ist die Burschenschaft auch für die persönliche Entwicklung des Einzelnen extrem wichtig. Es wird ein generelles Interesse für Politik vorausgesetzt, die in der Regel während dem Studium immer weiter gefördert wird. Auf sogenannten „Burschenschaftlichen Abenden“ werden Referenten zu den unterschiedlichsten Thematiken eingeladen und somit wird jedem Mitglied die Chance gegeben, sich fächerübergreifend weiterzubilden.
Die Burschenschaft war immer sehr kritisch, vor 150 Jahren wurde sie verfolgt, da sie offen und kritisch ihre Meinung gegenüber der Gesellschaft und dem Staat vertrat. Die Standpunkte, die früher als sehr links angesehen wurden, werden heute meistens eher als konservativ bis rechts bewertet, dies liegt aber daran, dass die Gesellschaft sich sehr verändert hat, nicht so sehr die Burschenschaft.
Wir nehmen heute, mehr denn je wieder unseren Platz in der Gesellschaft ein, gerade im Zuge der unkontrollierten Masseneinwanderung aus kulturfremden Ländern, stehen viele Burschenschaften an der Speerspitze von kritischen Parteien oder parapolitischen Organisationen.
Dadurch dass bewusst keine Meinungskorridore etabliert werden, ist es uns möglich objektiv und kritisch aktuelle politische Diskussionen wie auch Probleme zu diskutieren und uns eine unabhängige Meinung zu bilden.

Weil es auch Spaß macht!

Um einen nicht weniger wichtigen Punkt zu besprechen, lasst euch gesagt sein, dass ihr die Zeit eures Lebens haben werdet. Wie aufregend ist es bitte nach dem Verlassen des behüteten Elternhauses mit einer Gruppe von euch gleichgesinnten Männer auf einem Haus zu wohnen. Gemeinsames Feiern, das Organisieren von Veranstaltungen und auch die Unterstützung untereinander während schwierigen Zeiten sorgen nicht selten dafür, dass sich ein Leben lang bestehende Freundschaften bilden, die auch nach dem Studium nicht abreißen.

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