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Karriere machen

Was wenn dein Lohn nur noch Schmerzensgeld ist?

Ariana spricht über die dunklen Seiten der Arbeit.

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woman-1006100_1920Das Gefühl kennt eigentlich jeder: man wacht früh auf und wünscht sich nur im Bett bleiben zu dürfen. Trotzdem schleppt man sich missmutig auf die Arbeit, flößt sich einen Kaffee nach dem anderen ein und hofft auf diese Art und Weise den Tag im Büro zu überleben. Die anfangs so lustig scheinenden Kollegen sind nur noch eine nervige Belastung und die Tätigkeit selbst ist so interessant wie Kulis zusammenschrauben: immer wieder dasselbe. Nun hat sich jeder einmal aus irgendeinen Grund für seinen Job entschieden und trotz aller anfänglicher Begeisterung ist er meist irgendwann da: der Büro-Blues. Draußen scheint die Sonne und drinnen wir man erdrückt von unsinnigen Arbeitsaufgaben, einer unfähigen Führungsebene und mangelnden Erfolgserlebnissen.

„Sie haben den Job!“

Du erinnerst dich vielleicht noch an das Gefühl wie es war, als du die vier magischen Worte gehört hast: „Sie haben den Job“. Die Aufregung, das Kribbeln, die Vorfreude. Einmal durch das Wohnzimmer springen und jubeln und glauben man hätte es geschafft. Dort angekommen wo man hin wollte. Die Stelle bekommen, für die man extra das geprägte Briefpapier gekauft und drei Bücher zu Bewerbungen durchgearbeitet hat. Und nach all dem Bangen und Hoffen die Erleichterung. „Ich habe den Job“.

Wenn die Zweifel zur Realität werden

Aber irgendwann kommt es dann: Langeweile, Misserfolge, Unter- oder Überforderung und dann sitzt du da, an dem Schreibtisch über den du dich gefreut hast wie ein Kind über den langersehnten Goldfisch und kannst deine Unterlagen nicht mehr lesen, weil die Schrift mit deinen Tränen verschwommen ist. Und dann hasst du alle: den Schreibtisch, die Kollegen, den Chef und dich selbst. Weil du so dumm warst, dich zu freuen und so naiv zu glauben, dass du die Erfüllung gefunden hast. An dieser Stelle sind die leisen Zweifel, die du schon längst hattest, harte Realität geworden. Vielleicht ist das Schwerste die Einsicht, dass du einen Fehler gemacht hast, dort anzufangen. Aber jede Erfahrung, sei sie auch noch so schlecht, ist eben eine Erfahrung. Und wenn du nicht rausfindest was du magst, dann weißt du jetzt wenigstens, was du nicht magst.

Den Tränen Taten folgen lassen

Und dann musst du reagieren, deinen Schreibtisch aufräumen, deine Kollegen zu einem Umtrunk einladen, und deinem Chef feierlich das Stück Papier auf dem geprägten Briefpapier in die Hand drücken, was dir deine Freiheit und Fröhlichkeit zurückgibt. Es ist nicht anders, als in einer Beziehung, die schon längst an die Wand gefahren ist, von der man aber immer noch glaubt, dass alles wieder gut wird. Das wird es nicht. Manche Risse sind, so tief, dass sie kein Sekundenkleber der Welt mehr kitten kann. Und dann muss man ehrlich sein, zu sich selbst und auch den anderen und sagen: für mich ist es nicht das Richtige, aber irgendjemand da draußen, der wird durch das Wohnzimmer springen und jubeln und erleichtert rufen: „Ich hab den Job“.

 

Foto: CC0

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