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Meinung

Von diesen Leuten muss sich die AfD trennen!

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Es ist wichtig, dass sich die konstruktiven Kräfte in der AfD zusammenfinden, ähnlich wie es in der Jungen Alternative bereits geschehen ist. Das heißt aber auch, sich im Zweifelsfall von einzelnen Mitgliedern zu trennen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihr schadhaftes Verhalten zu ändern.

Cuckservatives

Wer 2020 immer noch an einen fairen Rechtsstaat und einen gerechten Verfassungsschutz glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Im Gegenteil macht ihn das sogar brandgefährlich, denn er vertraut den Institutionen, die durch den politischen Gegner längst unterwandert wurden. Er hat nicht durchschaut, dass die alte Bundesrepublik bereits durch den Linksstaat ausgehöhlt wurde. Er wird sich auf Kosten des eigenen Lagers immer wieder am Establishment orientieren und sich diesem anbiedern. Wer sich seinen politischen Gegner unterwirft, und sei es aus vermeintlichem Pragmatismus, der hat schon verloren. Damit ist der Cuckservative eine ständige Gefahr für die Partei, da er ihr bei der nächsten Gelegenheit das Messer in den Rücken sticht.

Er hat auch nicht bemerkt, dass der „Populismus“ als politische Strömung gescheitert ist. Eine Partei, die nicht mit der Metapolitik agiert, sondern auf die nächste populistische Welle setzt, wird nie etwas grundsätzlich ändern. Die Bundesrepublik kann in ihrer jetzigen Form nicht gerettet werden. Und das ist auch nicht die Aufgabe der Partei. Es muss ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfinden. Wenn dies nicht passiert, dann wird jede Regierungsbeteiligung ablaufen wie in Österreich und jeder Wahlerfolg wird nutzlos bleiben.

Berufsquerulanten und Selbstdarsteller

Natürlich muss sich ein Politiker verkaufen können. Natürlich muss ein Politiker übertreiben und provozieren. Aber wenn dies in einer unglaublich primitiven und plumpen Weise geschieht, ist es einfach nur peinlich und erschüttert das Vertrauen der Bürger in die Partei. Es gibt schließlich die kluge Provokation und die dumme Provokation. Und wenn die Medien ein Zitat verdrehen, ist dies auch etwas anderes, als wenn die Aussage von vorneherein falsch ist.

Wenn sich dann auch noch die Selbstdarsteller gegenseitig übertrumpfen wollen, in die Presse zu kommen, beginnt eine Abwärtsspirale. Einen Ralf Stegner von rechts, wer braucht sowas?

Das Resultat sehen wir an einer endlos langen Liste peinlicher und niveauloser Posts auf Twitter, die höchstens einer eigenen kleinen Wutbürgerblase gefallen. Damit verhält man sich nicht anders als die radikale Linke, die jegliche Glaubwürdigkeit durch ihr hemmungslosen Auftreten längst verspielt hat.

Karrieristen

Der Parteienfilz macht sich auch in der AfD breit. Es gibt erste Abgeordnete ohne Ausbildung, Studium oder Berufserfahrung. Die Partei wird als Chance wahrgenommen, sich selbst zu bereichern. Wird man nicht wiedergewählt, folgt dann schnell der Parteiaustritt.  Netzwerke um sich gegenseitig Stimmen zuzuschustern werden wichtiger als Inhalte und konstruktive Arbeit. Die Partei wird zum Selbstzweck.

Man wählt bewusst schwache Personen, um sich selbst nicht zu gefährden. Das Resultat ist zwangsläufig eine Negativauslese, wie wir sie in den Altparteien kennen. Da sie ohne die Partei ein Niemand wären, haben sie einen unglaublichen Antrieb Streitigkeiten zu schüren, um sich gegen die fähige Konkurrenz durchsetzen zu können. Das Resultat sind Verleumdungskampagnen, das Einbeziehen der Medien und das Ausspielen von Strömungen in der Partei gegeneinander.

Die Partei beginnt zu degenerieren. Für die Abgeordneten wird es zur Normalität, die üppigen Gehälter in die eigene Tasche zu stecken. Die Partei wird nutzlos, beutet Idealisten für ihre Zwecke aus, ja schadet der patriotischen Bewegung mehr als sie ihr nutzt.

Verschwörungstheoretiker

Wir haben es mit einem Phänomen zu tun, bei dem sich diejenigen, welche sich vom Mainstream abwenden, sehr anfällig für Verschwörungstheorien sind. Dies scheint psychologische Ursachen zu haben. Da sie kein gefestigtes Weltbild haben und ihr Vertrauen in die Institutionen erschüttert wurde, suchen einfache Muster, an denen sie sich orientieren können. Oftmals führt dies zu dem Glauben, der Verlauf der Welt würde von bösen Männern im Hintergrund gesteuert. Auch wenn dies absurd klingt, hilft es den Betroffenen in dem Moment sich wieder in der Welt zurecht zu finden,

Dies kann eine temporäre Übergangsphase sein und ist daher für die Partei auf der Ebene des Stammtischs noch ertragbar. Verschwörungstheoretiker dürfen aber keine Ämter und keinen Einfluss bekommen. Wer weiß, welches Youtubevideo sie sich als Nächstes anschauen und welche Meinung sie danach haben werden? Ihre innere Unsicherheit wird nur durch ihr Mitteilungsbedürfnis übertroffen. Sie werden ohne nachzudenken auf jeden Zug aufspringen, der sich ihnen bietet.

Die AfD muss diejenigen an die Hand nehmen, welche die Orientierung verloren haben und darf sich nicht selbst auf Irrwege begeben.

Spalter

Die AfD ist eine Sammelbewegung verschiedener Rechter-, Konservativer- und Liberaler-Strömungen. Wer meint wirtschaftsliberale Kräfte gegen soziale Kräfte ausspielen zu können, schadet der Partei erheblich. Die Anzahl der Patrioten in Deutschland ist sehr gering, weshalb es völlig unrealistisch ist, dass mehrere Parteien nebeneinander existieren können. Sich gegenseitig als neoliberal oder als Sozialisten zu beschimpfen kann nicht das Ziel sein.

Die AfD ist außerdem in der komfortablen Situation, in den kommenden Jahren so gut wie keinen politischen Einfluss zu haben. Jede Zusammenarbeit wird verweigert. Die Altparteien setzen radikal auf Ausgrenzung. Warum sich wegen Sachfragen zerstreiten, wenn man (leider) keine Sachpolitik gestalten kann? Die einzig halbwegs realistische Chance auf Regierungsverantwortung für die AfD besteht in Ostdeutschland auf Landesebene. Aber genau hier ist es auch deutlich einfacher, einen parteiinternen Konsens zu finden.

Die wichtigste Aufgabe der AfD ist und bleibt der Kulturkampf. Soll es das deutsche Volk und die deutsche Kultur noch in Zukunft geben oder nicht? Das ist die entscheidende Frage, die weit größer ist als eine Ausrichtung in mehr sozial oder mehr freiheitlich.

 

Um den Vorwurf vorweg zu nehmen, ich würde durch meinen Artikel selbst die Partei spalten wollen: Ich meine immer einzelne ungeeignete Individuen, die ausgeschlossen werden sollen. Nicht ganze Gruppen oder Strömungen. Sollte es der AfD gelingen, diese problematischen Figuren aus Führungspositionen fernzuhalten, wird sie sich als langfristig erfolgreiche Kraft etablieren können. Lässt sie sich aber von den genannten Individuen vereinnahmen, dann wird die Partei niemals zur Ruhe kommen.

Hat eine Leidenschaft für Kontrakultur, schreibt für Arcadi und verbringt zu viel Zeit im Internet.

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Wahrheit umd Freiheit
Wahrheit umd Freiheit
1 Monat zuvor

Angesichts der ubuquitären Verschwörung einiger Eliten auf dem Bereich Zuwanderung, Euro, Corona und anderen Dingen, ist es wohl mehr als peinlich, diejenigen zu bekämpfen, die solche Verschwörungen und Hintergründe aufdecken. Hier wird unkritisch die Desinformation des Mainstreams übernommen, das sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ immer oder meistens Falsch liegen würden. Tatsächlich ist aber heute eher das Gegenteil der Fall. Die Partei müsste sich also eher von den Anti-Verschwörungstheoretikern trennen.

Der Artikel widerspricht sich auch selbst, denn mit der These, dass der Verfassungsschutz und andere Organisationen „übernommen“ seien, stellt er ja selbst eine Verschwörungstheorie auf, die sicherlich nicht ganz falsch ist, aber halt eine ist.

Will sich der Autor also von sich selbst trennen?

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1 Monat zuvor

Ich hoffe ihr habt euch nie über Spalter beschwert. Denn dann wäre der Beitrag ziemlich heuchlerisch.

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