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Politik

Und was wählst DU? Hilfe zur politischen Findung

Die Wahlen stehen wieder an!

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Im September ist es mal wieder so weit, mehr als 60 Millionen Menschen haben die Gelegenheit ihrer Stimme bei der wichtigsten Wahl Deutschlands Gehör zu verschaffen. Zwei Drittel von ihnen sind noch gänzlich unentschlossen und rund 3 Millionen junger Leute sehen sich zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Entscheidung konfrontiert, welche Partei ihr Kreuz verdient. Glücklicherweise hält das 21.Jahrhundert einige Entscheidungshilfen bereit, die bei der politischen Selbstfindung unter die Arme greifen sollen.

 

 

Wer schon mal ein Alt-Right-Meme gesehen oder einen Blick in die /pol/-Sektion bei 4chan geworfen hat, kennt wahrscheinlich „The-Political-Compass“. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man klickt sich durch sechs Seiten mit verschiedenen Fragen über die eigene Weltanschauung. „Sollten Unternehmen stärker reguliert werden?“, „Müsste man Abtreibungen verbieten?“ und „Kann man als Atheist überhaupt moralisch sein?“ Hat man zu allen Thesen einen Standpunkt gefunden, wird man auf einem zwei-Achsen-Modell verortet. Die Y-Skalierung gibt darüber Auskunft, wo man gesellschaftlich steht. Ist man oben, gilt man in den Augen der The-Political-Compass-Schöpfer als besonders autoritär, ist der kleine Punkt hingegen in der unteren Hälfte Zuhause, wird man für liberal gehalten. Die X-Richtung ordnet den Befragten einem wirtschaftspolitischen Lager zu. Verfechter freier Märkte werden sich auf der rechten, Freunde von staatlichen Eingriffen auf der linken Seite wiederfinden.

 

 

Wem das zu allgemein ist, steht noch die Alternative der direkten Parteienempfehlung zur Verfügung. Das in Deutschland wohl bekannteste Werkzeug dafür ist der Wahl-O-Mat. Seit stolzen 15 Dienstjahren ist er hierzulande bei fast allen großen Wahlen Entscheidungshilfe für Wähler, die sich mäßig informiert fühlen oder einfach neugierig sind, welche politische Organisation ihrer Persönlichkeit am ehesten entspricht.

Nachdem für die anstehende Stimmabgabe relevante Thesen beantwortet wurden, gewichtet man Antworten, die einem besonders am Herzen liegen und wählt unter den angebotenen Parteien acht von ihnen aus, mit denen man sein Ergebnis vergleichen möchte. Anschließend werden diese nach Übereinstimmung sortiert und jeder hat seinen individuellen und unverbindlichen Vorschlag wo sein Kreuz passend aufgehoben wäre.

Besonders am Wahl-O-Mat ist, dass  AfD, CDU und Co vorab die Möglichkeit gegeben wird, in einigen Sätzen Stellung zu den einzelnen Thesen zu beziehen, was einen direkten Vergleich von Argumenten und Erläuterungen erlaubt.

 

Noch nicht individuell genug? Dann kommt hier der Geheimtipp: Deutschland.isidewit.com

Neben der Tatsache, dass es für jede These fünf verschiedene Gewichtungsmöglichkeiten gibt, stellen die Betreiber der Seite unter jeder Frage einen Wikipedialink zum jeweiligen Sachverhalt zur Verfügung. Wer Tests dieser Art schon einmal gemacht hat, weiß, dass „Dafür“ und „Dagegen“ nicht immer befriedigende Antwortmöglichkeiten darstellen. Deshalb hängt nahezu jeder Frage noch eine Handvoll zusätzlicher „Ja, aber…“- und „Nein, aber…“-Antworten sowie die Möglichkeit eines eigenen Standpunktes an.

So umfangreich wie die Beantwortung, ist dann auch das Ergebnis. Neben der allgemeinen Übereinstimmung mit den bedeutendsten Parteien, wird man informiert, bei welchen Schwerpunkten besondere Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zwischen den potenziell Gewählten und einem selbst bestehen, sowie welche Themenkomplexe dem Getesteten besonders am Herzen liegen und welche weniger wichtig scheinen. Zusätzlich erstatten detaillierte Balkendiagramme, Tendenzen entgegengesetzter Themen und mehr ausführlich Bericht über die vermeintliche politische Ausrichtung.

Die Seite bietet ihren Test zwar auch in unserer Sprache an, leider aber nur in mäßigem Google-Translator-Deutsch und ohne die Möglichkeit der Auswertung.

 

 

Die Ergebnisse sämtlicher Tests sollten bei aller Begeisterung für eine bequeme Lösungsfindung mit Vorsicht genossen werden. Manche Fragen klingen verdächtig tendenziös und die Richtigkeit der Vorschläge unterliegen keiner Garantie. Die beste Art und Weise, sich auf die Bundestagswahl vorzubereiten bleibt die klassischste: Sich über das Tagesgeschehen informieren und die Parteiprogramme aller relevanten Parteien zu wälzen.

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