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Politik

„Umwelt und Klima“ – AG-Leiter Zacharias Schalley im Interview

Sollte die Junge Alternative die Themen Umwelt und Klima den Grünen überlassen?

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Foto: AfD NRW

Arcadi: Die Junge Alternative NRW hat einen Arbeitskreis „Umwelt und Klima“ gegründet. Du stehst diesem vor. Was sind deine Aufgaben als Leiter der Arbeitsgruppe?

Meine Aufgabe ist die interne Organisation der Arbeitsgruppe und die Koordinierung gegenüber anderen Gremien, wie bspw. dem Landesfachausschuss der Mutterpartei, sowie die Repräsentation der Ergebnisse. Dem Selbstanspruch der JA als Innovationsmotor entsprechend wollen wir mit unseren programmatischen Überlegungen aus Sicht der Jugend auch in die Programmatik der AfD hineinwirken. Da ich ebenfalls im Landesfachausschuss Mitglied bin, habe ich unsere Ergebnisse an diesen übermittelt und hoffe, dass dort dann mit den „Alten“ diskutiert werden kann. Unsere Arbeitsergebnisse konnte ich bereits auf dem letzten Landeskongress der JA vorstellen und erhielt sehr positive Resonanz für die fachliche Tiefe und professionelle Umsetzung. Ich hoffe, dass wir in diesem Sinne weiterarbeiten und auch in der AfD oder der JA auf Bundesebene wirken können.

 

Arcadi: Sollte die AfD deiner Meinung nach ihre Positionen zum Klimawandel überdenken?

Das Thema Klimawandel ist ein sehr heißes Eisen in unserer Partei. Seit die Skepsis gegenüber dem menschengemachten Klimawandel in unser Grundsatzprogramm eingepflegt wurde wird diese Position heftig verteidigt. Außerdem ist es ein programmatisches Alleinstellungsmerkmal unserer Partei, das sicherlich einen strategischen Wert hat.

Ich persönlich würde mir eine programmatische Vertiefung wünschen, die über das bloße „Dagegen, weil alle anderen dafür“-Sein hinaus geht. Beispielsweise ist nicht jede Maßnahme, die von der etablierten Politik für den Klimaschutz getroffen wird nur deswegen abzulehnen. Man kann das Pflanzen von Bäumen befürworten, egal ob damit CO2 gebunden werden soll oder ein Wald als Lebensraum geschützt werden soll.

 

Arcadi: Wie will die JA junge Menschen erreichen, die sich für eine grüne und nachhaltige Politik interessieren?

Das ist die Kernaufgabe der Arbeitsgruppe gewesen. Wir haben uns viele Gedanken gemacht und sind zu folgenden Punkten gelangt. Wir brauchen eine Profilschärfung im Themenkomplex Umwelt- und Naturschutz. Unser Grundsatzprogramm ist hier noch nicht richtig „aus einem Guss“. Das wurde auch in den LFAs erkannt, wo man sich einer Vertiefung der programmatischen Arbeit zuwendet. Außerdem sind wir in der AG der Meinung, dass wir nicht bloß als das Gegenteil der Grünen auftreten können. Wir wollen eine eigene, emotionale und positive Erzählung zum Naturschutz. Nur so können wir Geländegewinne im Themenkomplex der Grünen erzielen.

 

Arcadi: Kann die JA über die Themen Klima und Ökologie eine Verjüngung der AfD vorantreiben?

Es kommt darauf an, wie man das Thema angeht. Die Vorgehensweise der JA Berlin, die aus heiterem Himmel gefordert hat eine 180 Grad Wende im Themenbereich Klimawandel vorzunehmen, hat erwartbar zur Blockadehaltung geführt. Wir haben uns deshalb bewusst für den langen Weg der Gremienarbeit entschieden, wobei die AG Umwelt, die natürlich auch Pendants zu anderen Themenfeldern hat, sich explizit nicht als Parallelorganisation zu den Landesfachausschüssen versteht. Wir wollen den vielleicht mühseligen Weg darüber gehen und so auch Mitglieder zur Mitarbeit in der AfD gewinnen. Ich persönlich stelle fest, dass diese Arbeit im LFA geschätzt wird und wurde bereits vom Leiter explizit nach Expertise gefragt. Es zeigt sich also, dass solide und fundierte Arbeit sich auszahlt, auch wenn es länger dauert, als ein öffentlichkeitswirksamer Schnellschuss mit einem Thesenpapier.

 

Arcadi: Was hälst du von harten Maßnahmen wie einem Veggie-Day in deutschen Schulen oder generell einer vorgeschriebenen Lebensweise des Verzichtes?

Von harten Maßnahmen, wie Veggie-Days oder einer Selbstkasteiung für das grüne Gewissen halte ich gar nichts. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit leben, wo niemand in Deutschland Hunger leiden muss. Das war noch für unsere Großeltern nichts Selbstverständliches. Allerdings ist der Konsum eine normative Frage und kein ernst zu nehmender Politiker sollte den grenzenlosen Konsum unkritisch propagieren. Im Bereich der Konsumkritik können wir zeigen, wie ernst es uns mit der konservativen Einstellung ist. Verstehen wir die Erde als von unseren Vorvätern ererbt und von unseren Enkeln geliehen, dann müssen wir unseren Konsum auch dementsprechend vollziehen. Außerdem werden über den Konsum auch andere politische Wertvorstellung vermittelt, wie Präsident Trumps „Buy american, hire american“ zeigt.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen bei ihrem Konsumverhalten auch an ihre Heimat denken. Regionale Produkte stärken nicht nur die heimische Wirtschaft, sie sind auch umweltfreundlich und Teil der heimatlichen Kultur. Insbesondere durch Globalisierung haben wir einen starken Verlust spezifisch regionaler Konsumkulturen. Die regionalen Produkte bewusst zu konsumieren, ist gar nicht schwer und auch meist nicht teuer und für viele überraschend schmackhaft.

 

Arcadi: Dürfen wir die JA zukünftig bei Fridays For Future erwarten?

Höchstens, um den Müll einzusammeln, den die FFF-Kids nach ihren Demos hinterlassen haben.

 

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Der britische „Spectator“ schreibt: „Es gibt derzeit kaum etwas Peinlicheres und manchmal Ekelerregenderes als den Anblick von Politikern, Funktionären und Prominenten, die glotzäugig Thunbergs Horror-Prophezeiungen verfallen. Das Ganze hat sämtliche Merkmale einer Sekte: Es gibt die allwissende Gottheit, dazu die unkritische, naive Zustimmung zu allem, das diese sagt, und außerdem die Warnung vor dem Höllenfeuer, wenn wir nicht für unsere Öko-Sünden Buße tun. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung appelliert: „Greta ist auf dem Atlantik unterwegs – und das Klima muss weiter gerettet werden. Beim Umwelt- und Klimaschutz sehen junge Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge vor allem jeden und jede Einzelne… Weiterlesen »

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