fbq('track', 'ViewContent');
Verbinde dich mit uns

Gesellschaft

Tugendethik gegen Links

Veröffentlicht

 

am

Der Linksliberalismus basiert auf einer moralischen Erpressung. Dir wird eingeredet, dass du ein unmoralischer Mensch wärst. Nicht durch aktives eigenes Handeln, sondern allein durch deine Existenz würdest du ein System unterstützen, dass auf strukturelle Diskriminierung, Ausbeutung und Umweltzerstörung basiert. Von dieser Schuld kannst du dich aus eigener Kraft gar nicht befreien, du musst den Linksliberalismus als deinen Erlöser akzeptieren.

Diese Argumentation kann aber nur verfangen, wenn die Menschen auf eine Ethik setzen, welche bereits unrealistische Ansprüche an den Menschen stellt.

Utilitarismus

Als Beispiel einer anfälligen Ethik möchte ich den Utilitarismus nennen. Der Utilitarismus basiert auf der Maxime: „Handele jeweils so, dass jede Handlung bei allen von ihr betroffenen Menschen das Glück maximiert und das Leid minimiert. “ Diese Regel klingt auf dem ersten Blick zwar einleuchtend, aber sie muss den Menschen in der Praxis zwangsläufig überfordern:

  • Ich muss alle Folgen meines Handelns absehen können
  • Ich darf meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr gewichten als die Bedürfnisse fremder Menschen
  • Dementsprechend darf ich auch die Bedürfnisse meiner Familie und Freunde nicht höher gewichten
  • Ich muss wissen, was andere Menschen wirklich glücklich macht

Das heißt, der Utilitarist muss zwangsläufig immer weit hinter seinen Ansprüchen zurückbleiben. Zwar gibt es unterschiedliche Ausprägungen des Utilitarismus, aber der Punkt der Überforderung tauch immer wieder auf. Seine Ethik nicht im Ansatz erfüllen zu können führt schließlich zu einer Unsicherheit mit sich selbst. Eine Schwachstelle, die der Linksliberalismus ausnutzt.

Der Zweck heiligt die Mittel

Es gibt auch noch einen weiteren Haken des Utilitarismus: Durch das Aufrechnen von Glück kann unmoralisches Handeln mit Leichtigkeit gerechtfertigt werden. Schlechtes Handeln wird damit gerechtfertigt, dass es für einen guten Zweck passiert. Gerade wenn ich eine Utopie anstrebe, in der ich glaube, dass die Menschen in Zukunft glücklicher leben werden, habe ich einen Freifahrtschein für schlechtes Verhalten.

Dies ist auch die Logik der Antifa und all derjenigen Politiker, welche die Antifa unterstützen. Die Antifa macht sich wenig Gedanken darüber Gesetze zu brechen und Gewalt anzuwenden. Es passiert für einen guten Zweck, also ist es erlaubt. Sie leben hemmungslos ihre animalischen Triebe aus. Sie denken überhaupt nicht mehr darüber nach, was ihre Handlungen unmittelbar für andere Menschen bedeuten.

Ein Blick in die Geschichte genügt hier um zu zeigen, zu welchen Verbrechen diese Denkweise führen kann.

Tugendethik

Eine Tugendethik verfolgt einen ganz anderen Ansatz als der Utilitarismus. Bei diesem Ansatz rückt der unmittelbare Umgang mit meinen Mitmenschen in das Zentrum. Das heißt auch, dass die moralischen Ansprüche deutlich konkreter sind. Wenn ich aufmerksam bin, kann ich auch sehr gut beobachten, ob und wie ich meine moralischen Vorstellungen umsetze. Darüber, dass ich meine Mitmenschen gut behandele, wirke ich positiv auf die Gesellschaft ein.

Die einzelnen Tugenden haben einen positiven Einfluss auf den Umgang mit meinen Mitmenschen: Ich bin pünktlich und lass sie nicht warten. Ich nehme mir für sie Zeit. Ich behandel sie als Individuen. Das heißt ich gehe nicht schlecht mit ihnen um, nur weil sie in der falschen Partei sind. Ich bin fair und bevorzuge niemanden. Meine Arbeit erledige ich gewissenhaft und wälze sie nicht auf andere ab. Ich bin zuverlässig, meine Freunde und Kollegen können auf mich zählen.

Wenn ich von mir selbst sagen kann, dass ich mich bemühe tugendhaft zu sein und damit in meinem begrenzten menschlichen Rahmen etwas Gutes tue, dann prallen auch die Schuldvorwürfe des Linksliberalismus an mir ab. Sie können mir nicht mehr einreden ich sei ein schlechter Mensch. Ich habe meine moralischen Standards, die ich auch einhalte.

Selbstreflexion

Die Tugendethik setzt auf eine stärkere Selbstreflexion als der Utilitarismus. Während ich beim Utilitarismus immer auf das abstrakte System komme, ist die Tugendethik persönlich. Ich muss mich immer fragen, ob ich gut mit meinen Mitmenschen umgehe. In diesem Sinn ist die Tugendethik auch anspruchsvoller als der Utilitarismus, denn ich kann mich nicht so einfach hinter hohen Idealen verstecken.

Durch die Selbstreflexion schützt die Tugendethik außerdem vor einer weiteren Marotte des Linksliberalismus. Hier dient das vermeintliche Einsetzen für Minderheiten oftmals nur dem Zweck sich selbst zu präsentieren und sich über andere Menschen stellen zu können. „Ich bin besserer als du, weil ich mich stärker für Minderheiten einsetze.“ Die latenten Schuldgefühle führen zu Arroganz und Überheblichkeit. Dieses Verhalten ist der Ursprung der Wörter „Gutmensch“ und dessen Steigerung „Bessermensch“. Die eigenen Gefühle sind wichtiger als die vermeintliche gute Handlung.

Dass sich eine solche Marotte überhaupt erst etablieren kann, liegt an der fehlenden Selbstreflexion im Linksliberalismus. Eine Selbstreflexion, die eine Grundvoraussetzung der Tugendethik ist.

Hat eine Leidenschaft für Kontrakultur, schreibt für Arcadi und verbringt zu viel Zeit im Internet.

Werbung
Klicken um zu Kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2500
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Werbung

Beliebte Beiträge