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Gott & die Welt

Robert Sarah: Der identitäre Kardinal

Kardinal Robert Sarah, Foto: François-Régis Salefran

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In einer Zeit, in der alle christlichen Moral- und Wertvorstellungen auf dem Altar der Moderne geopfert werden und grenzenloser Konsum sowie hemmungsloser Nihilismus längst zum Leitbild der „aufgeklärten und emanzipierten Gesellschaft“ geworden sind, sollte man meinen, in den christlichen Kirchen ein festes Bollwerk gegen diese Erscheinungen zu finden. Auch wenn die evangelische Kirche bei den Themen „Gender“ und „Ehe für alle“ längst dem politischen Trend folgt, so gibt es in der katholischen Kirche noch einen mehr oder minder starken Widerstand. Doch bei dem Thema „Einwanderung und Asyl“ ist auch die Kirche Petri längst zu einem Sprachrohr des Zeitgeistes geworden. Sie schließt sich vollkommen dem Dogma etablierter Parteien und Medien an und verbreitet das Märchen der „multikulturellen Bereicherung“. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Wölki feierte 2016 gar eine heilige Messe auf einem alten Flüchtlingsboot. Merkels Asylpolitik wurde von nicht wenigen hochrangigen Vertretern der katholischen Kirche zum Inbegriff der christlichen Nächstenliebe stilisiert.

Papst Franziskus als Kronzeuge des „großen Austausches“

Anstatt jene zahlreichen Kriege gegen die Nationen des Nahen Ostens durch die „Westliche Wertegemeinschaft“ anzuprangern, welche zumindest einen Teil der zurückliegenden Flüchtlingsströme erst verursacht hat, befürwortet Papst Franziskus aus dem Jesuitenorden die Politik der offenen Grenzen. Dagegen kommt es ihm nicht in den Sinn, etwa die EU-Subventionen für den Export landwirtschaftlicher Produkte nach Afrika oder das Verteilen gebrauchter Textilien aus Europa auf afrikanischen Märkten durch „Hilfsorganisationen“ für die Vernichtung angestammter Wirtschaftsstrukturen verantwortlich zu machen. Stadtessen sieht er die Migration als ein unaufhaltsames Naturereignis, welches durch möglichst weit geöffnete europäische Grenzen gelöst wird. Erst Ende März lobte Papst Franziskus während eines Besuches in Marokko den UN-Migrationspakt und warb für dessen wortgetreue Umsetzung.

Das afrikanische Pendant

Das nun jedoch ausgerechnet ein afrikanischer Kardinal schon mehrfach diesen Kurs massiv kritisiert hat, zeugt davon, dass der Riss durch die Gesellschaft auch die katholischen Kirche betrifft. Die Rede ist vom Kurienkardinal Robert Sarah aus Guinea. Er ist der hochrangigste und zugleich bekannteste innerkirchliche Kritiker von Papst Franziskus und seinem Pro-Migrationskurs. Geboren wurde Kardinal Sarah im Juni 1945 in Ourous in der ehemaligen französischen Kolonie Guinea im Westen Afrikas. Somit entstammt er einem Land, in dem Muslime mit 85% der Bevölkerung die Mehrheit stellen. Demgegenüber gibt es nur eine kleine Bevölkerungsgruppe von 8% die sich zum christlichen Glauben bekennt. Seit 1979 Erzbischof von Guinea, ernannte ihn Papst Benedikt 2010 zum Kardinal. Als nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. vor sechs Jahren ein neuer Papst gewählt werden musste, galt Robert Sarah für viele als Favorit. Wir wissen, dass es anders gekommen ist. Leider, wie man hinzufügen möchte.

Der bessere Papst

Kardinal Sarah hat bereits zwei Bücher verfasst, die auch auf Deutsch erschienenen sind. Im März veröffentlicht er nun ein neues Werk, vorerst nur auf Französisch. Allein die deutsche Übersetzung des Titels verdeutlicht bereits, dass es ihm um das Anprangern der gegenwärtigen Zustände geht. Das Buch trägt den Titel: „Es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.“ Laut Verlag soll das Buch folgende Hauptaussagen beinhalten:

„Die Wurzeln des Zusammenbruchs des Westens liegen in einer Kultur und Identitätskrise. Der Westen weiß nicht mehr, wer er ist, denn er weiß nicht mehr und will nicht mehr wissen, wer ihn geformt hat, wer ihn konstruiert hat, was er war und was er ist.“

Seine Gedanken bringt Kardinal Sarah in einem Interview mit der konservativen französischen Zeitschrift „Valeurs Actuelles“ zum Ausdruck. In diesem Interview fasst er noch einmal zusammen, was er 2017 während eines Besuches in Polen äußerte: „Ich habe die Gläubigen ermutigt, ihre Identität hoch zu halten, so wie sie es seit Jahrhunderten tun. Meine Botschaft war einfach: Ihr seid zuerst Polen, Katholiken und dann erst Europäer. Ihr dürft nicht eure beiden ersten Identitäten opfern für die eines technokratischen und staatenlosen Europas.“ Auch zu der EU selbst hat Sarah eine eindeutige Meinung: „Die Europäische Union schützt nicht die Völker. Sie schützt die Banken.“

Ablehnung der Globalisierung

Spätestens bei seinen Ausführungen über die Globalisierung wird klar: Robert Sarah würde wohl zu keinem Kirchentag in Deutschland eingeladen werden.  Mit der Aussage wie „Der momentane Wille zum Globalismus auf Kosten der Nationen, der Besonderheiten, ist purer Wahnsinn.“, würde er sofort unter den Verdacht geraten, ein Rassist zu sein. Da aber die „Rassismuskeule“ bei einem Schwarzafrikaner nicht funktioniert, wird er in unserer etablierten Medienlandschaft nur höchst selten erwähnt. Im Interview mit „Valeurs Actuelles“ fährt er fort: „Es wäre besser, den Menschen zu helfen, sich in ihrer Kultur zu entfalten, als sie zu ermutigen, in ein Europa der vollen Dekadenz zu kommen. Es ist ein Fehler der Exegese, das Wort Gottes zu benutzen, um Migration aufzuwerten. Gott hat diese Zerrissenheit nie gewollt.“

Kardinal Sarah warnt zudem eindringlich vor den Folgen eines entwurzelten Europas:

„Die universelle Mission, die Gott Europa gegeben hat, als Petrus und Paulus sich in Rom niederließen, von wo aus die Kirche Europa und die Welt evangelisiert hat, ist noch nicht vorbei. Aber wenn wir ihr ein Ende setzten, indem wir uns in Materialismus versenken, Gott vergessen und vom Glauben abfallen, werden die Folgen ernst sein. Wenn Europa und damit die unschätzbaren Werte des alten Kontinents verschwinden, wird der Islam in die Welt eindringen, und Kultur, Anthropologie und moralische Vorstellungen werden sich völlig ändern.“

Es ist sehr zu hoffen, dass die Worte Robert Sarahs weite Verbreitung finden werden. Auf diese Weise kann das Dogma der Kirchen, wonach der christliche Glaube zum Glauben an die Globalisierung und die Massenmigration verpflichtet, überwunden werden. Der Mensch, gleich welcher Kultur er angehört, muss im Mittelpunkt stehen. Dazu gehört auch sein Recht auf Heimat. DAS wäre ein christlicher Standpunkt.

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