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Rezension: Schwarzbuch Wikipedia – Wie wir manipuliert werden?

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Der jüngste Skandal um die Netz-Enzyklopädie ist nur wenige Tage alt. Nachdem die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken sich zur gewalttätigen Antifa bekannt hatte, versuchte ein SPD-Genosse den entsprechenden Eintrag bei Wikipedia im Sinne seiner Chefin umzuformulieren, um den so geänderten Text zur Verteidigung von Esken zu verwen¬den. Dieser Manipulationsversuch flog auf. Andere hingegen nicht. Darüber hinaus haben sich in der deutschen Version Sachfehler, Fake-News und Desinformation ausgebreitet. Das Prinzip, wonach jeder Nutzer eigene Texte verfassen und in die Artikel anderer eingreifen kann, wendet sich mehr und mehr gegen die Enzyklopädie. Wenige machen sich Gedanken, wer eigentlich für diese Plattform schreibt und wie die dabei vorhandenen Zielsetzungen gestrickt sind. Auf Wikipedia toben die gleichen Auseinandersetzungen wie im Medien- und Politikalltag. Weil sie eine der wichtigsten Seiten im Netz ist, versuchen unterschiedliche Parteien, Lobbygruppen, Interessenverbände und Personen Einfluß zu nehmen. Ideologie, Macht und Framing stehen im Vordergrund. Eine Handvoll Moderatoren bestimmt die Inhalte der Beiträge nach Gusto und bürstet die Tendenz einseitig auf links. Der Autor ist selbst ein gebranntes Kind: Er hatte dort auf Basis seiner Dissertation einen Artikel plaziert und wurde anschließend von einem Wiki-Editor gemobbt inklusive der Verbreitung von Lügen und Diffamierungen. In dem Buch schildern 24 Autoren, darunter Arne Hoffmann, Volkmar Weiss und Claus Wolfschlag, wie aus der als „freie“ Enzyklopädie konzipierten, seriös und objektiv daherkommenden Plattform ein Tummelplatz von linken Ideologen geworden ist, die nur ihre Meinung gelten lassen.

Andreas Mäckler (Hrsg.). Schwarzbuch Wikipedia: Mobbing, Diffamierung und Falschinformationen in der Online-En¬zyklopädie und was jetzt dagegen getan werden muß. 368 S., Pb., t 19,90. Hör- Grenzhausen: Zeitgeist Verlag, 2020.

Hagen Eichberger, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft (M.A.), arbeitet als Medien-, Strategie- und Politikberater. Veröffentlichungen u.a. bei Die Kehre, Arcadi, DMZ und dem Webblog des Jungeuropa Verlages. Zu seinen Themenschwerpunkten gehören neben dem Bereich Sicherheits- und Militärpolitk vor allem Naturschutz und Landwirtschaft sowie das Feld "Subkulturen, Jugendszene und Querfront".

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