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Bücher

Rezension: „Die Unzulänglichen“ von Pierre Drieu la Rochelle

Wir haben für Euch das erste Werk aus dem Jungeuropa Verlag gelesen!

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Jungeuropa VerlagDer französische Frontsoldat Gilles kehrt aus dem 1. Weltkrieg zurück und ist Gefangener seiner Triebe und Leidenschaften. Anstatt einer geregelten Arbeit nachzugehen, stürzt er sich Hals über Kopf in das Leben eines jungen Taugenichts, eines Dandys in Paris. Mit seinem ersten Geld kleidet er sich ein und geht auf Frauenjagd. Einzig und allein mit dem Ziel, Geld für die Zukunft und für seinen ausufernden Lebensstil zu beschaffen.

Der Einstieg

Das ist die Ausgangssituation des Buches „Die Unzulänglichen“, welches nach Jahrzehnten endlich wieder auf Deutsch erhältlich ist. Gilles Gambier, so der volle Name, ist verzweifelt und doch glücklich. Liebt die Frauen und kann sie doch nicht lieben. Er sehnt sich zurück an die Front und will doch Lebemann sein. Gilles erfreut sich am Geld und liebt dennoch die Armut. Das Buch spiegelt den Zeitgeist zwischen den Weltkriegen wider.  Gilles Gambier ist Träumer und Suchender. Er weiß selber nicht, was er wirklich möchte oder was er nicht möchte.

Die Gliederung

„Die Unzulänglichen“ besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil des Buches „Urlaub“ geht es vor allem um die Rückkehr von der Front 1917. Gilles stürzt sich Hals über Kopf in eine Liebesbeziehung, die ihm auch finanziell viel Freude bereitet. Er liebt mehr ihr Geld als sie. Diese Zeit stürzt Gilles in tiefen Zwiespalt und Verzweiflung.

Im zweiten Teil „Der Elysé-Palas“ wird Gilles in die Intrigen der französischen Polit-Welt der Nachkriegsjahre gezogen und gerät unfreiwillig zwischen die Fronten von Bürgerlichen und Revolutionären. Hier spielen Alkohol, Drogen und Sex eine hervorzuhebende Rolle. Gilles badet in diesen Dingen und lebt sich mit seinen Freunden aus.

Anschließend folgt der dritte Teil „Apokalypse“. Gilles ist immer noch Gefangener der Liebe. Ein schwerer Schicksalsschlag wirft ihn wiederholt aus der Bahn. Er verfällt in alte Muster und ertränkt sich in Alkohol und Prostitution. Sein Hass auf das bestehende System und die Ablehnung des Bürgertums wachsen in ihm. Die Linksradikalen sowie die Bürgerlichen haben laut ihm keine Antworten auf die Fragen der Moderne. Er distanziert sich von Ihnen.  Gilles gründet, ein für ihn gesehen, faschistisches Blatt und verfasst dort revolutionäre Texte. Dieses Blatt nennt er „Apokalypse“.

Im Epilog des Buches blüht Gilles wieder auf. Er beteiligt sich an den Kämpfen zwischen Roten und Weißen in Spanien und findet sein Glück im Krieg. Das Ende bleibt offen.

Fazit

Pierre Drieu La Rochelle skizziert ein ehrliches Bild vom damaligen Paris. Er kritisiert die Moderne, den Lebensstil der Menschen, unendliche Dekadenz, dass ein jeder seinen eigenen Vorteil im Auge hat, aber ebenso auch die politischen Wirren werden gut dargestellt. Die Männer, welche aus dem Krieg kommen und in ein Loch fallen und zwischen den Welten hin und her gerissen werden, sind äußerst interessante Charaktere. Ein Gilles Gambier kann ein warnendes Beispiel auch noch für die heutige Zeit sein.

 

Das Buch gibt es hier.

 

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Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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