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Bücher

Rezension: Andreas Vonderach. Die Dekonstruktion der Rasse

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Wer heute in Deutschland lebt, zur Schule geht oder studiert, der wird mit der Behauptung konfrontiert, Men­schenrassen gebe es nicht. Die Lebenserfahrungen sagen aber etwas anderes, denn in der multikulturellen Gesellschaft gehören Gruppen von Individuen mit unterschiedlichen erblichen Körper­merkmalen zum Alltagsbild. Dagegen wird angeführt, nur Rassisten sagten, daß es Rassen gebe. Aber muß nicht derjenige, der einen anderen einen Rassisten nennt, selbst von der Existenz von Ras­sen ausgehen? Der Autor und Anthropo­loge sagt: Jeder Mensch weiß, was Rassen sind, und kann sie augenblicklich pro­blemlos erkennen. Daß es Rassenunter­schiede gebe, könne nur bestritten wer­den, wenn man die Ergebnisse der natur­wissenschaftlichen Forschung ignoriere. Er zeichnet in diesem Buch den Verlauf nach, den das Paradigma „Rassen gibt es nicht“ von seinen ersten Anfängen in den 1940er Jahren bis zu seiner allgemeinen Durchsetzung in der westlichen Welt ge­nommen hat. Ursprünglich bedeutete Rassismus eine Wertehierarchie der Ras­sen als Begründung von Herrschaft und Unterdrückung. Heute gelten bereits die Überzeugung, daß es Rassen gebe, sowie die wissenschaftliche Erforschung von Rassenunterschieden als „rassistisch“. Rassen seien ideologische Konstrukte der „Weißen“, um Herrschaft über die „Schwarzen“ zu rechtfertigen. Vonderach klärt über Herkunft und Ziele der „Rasseleugner“ auf und geht der Frage nach, wie sich die Auffassung von der Nichtexistenz der Menschenrassen durchset­zen konnte – mit all ihren gravierenden Folgen für Forschungsfreiheit und wis­senschaftlichen Diskurs. Um sich Ärger zu ersparen, lernen die Forscher, daß es besser wäre, bestimmte Projekte, bei de­nen das Falsche herauskommen könne, gar nicht erst in Angriff zu nehmen. Die Schere im Kopf führe zum Niedergang der Wissenschaft.

Andreas Vonderach. Die Dekonstruktion der Rasse: Sozialwissenschaften gegen die Biologie. 112 S., Pb., € 14,–. Graz: Ares Verlag, 2020.

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Peter
Gast
Peter

„Lebenserfahrung“ ist nur leider kein wissenschaftliches Kriterium. Zudem lässt sich von reinen phänotypischen Merkmalen wohl kaum auf die genotypischen Informationen schließen.

„Daß es Rassenunter­schiede gebe, könne nur bestritten wer­den, wenn man die Ergebnisse der natur­wissenschaftlichen Forschung ignoriere. “
Nun,das genaue Gegenteil ist der Fall.
Ich empfehle Ihnen einmal offen die erst dieses Jahr veröffentlichte Jenaer Erklärung zu lesen: https://www.uni-jena.de/190910_JenaerErklaerung

Hendrik Marzi
Gast
Hendrik Marzi

Mit der Erklärung kann man sich den Hintern abputzen. Eigentlich ist das genau der Kern um den es in diesem Buch geht:
Sozialwissenschaften gegen die Biologie.

Hansotto Sigmaringer
Gast
Hansotto Sigmaringer

Nicht nur der Weisse Europäer hat den Schwarzen versklavt, sonder noch viel schlimmer der Araber. Die Arabische Sklaverei wurde aber ebenso durch den Europäer beendet wie die Amerikanische durch die weissen Amerikaner selbst, ebenso die Apartheid in Südafrika durch die Weissen.

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