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Kino & Fern

Review: Star Wars Episode NEIN!

Wir haben Star Wars gesehen. Hier unser Fazit

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Foto: Disney

SPOILER

Gleich vorweg: ich fühlte mich lange nicht mehr so schlecht wie nach dem Angucken dieses Filmes. Ich fühlte mich verzweifelt, erschöpft, beschmutzt. Und missbraucht.

Der Cringe ging schon los mit dem Introtext, in dem Rey als letzte Hoffnung der Jedis beschrieben wird. War nicht Luke schon die Letzte Hoffnung, bzw. Anakin? Es gibt doch nur ein Letztes, oder? Alles hat ein Ende. Nur die Wurst hat zwei.

Als nächstes sehen wir den miesepetrigen, unterdurchschnittlich attraktiven Typen mit der Riesennase, der, obgleich er Anführer der Bösen ist, anscheinend persönlich Kämpfe gegen Fußsoldaten austragen muss. Oder was heißt Kämpfe. Seine Gegner stürzen sich alle nacheinander dumm in seinen seinen Lichtsäbel. So, als wollten sie sterben. Echt deprimierend. Dann findet der Nasenmann eine faustgroßes Pyramidendings mit Bildschirmen drauf, das ihm sagt, wo der Imperator sich versteckt. Richtig gelesen: der Imperator. Der Typ, der mit seinen eigenen Lichtblitzen gegrillt wurde, dann einen kilometerlangen Schacht hinunterfiel, dann mitsamt Todesstern II explodierte.

Weiter geht’s. Schlecht gelaunt flieg Zwerg Nase dann in Minute 3 zu einem Planeten, wo alles schwarz und dunkelblau und unheimlich ist. Er knipst sein Lichtschwert ein. Eigentlich ist so ein Lichtschwert eine ziemlich dämliche Waffe, denn sein gleißendes Licht blendet nicht nur seinen Benutzer, sondern gibt in der Dunkelheit auch verräterisch die eigene Position preis. Egal.

Jedenfalls hängt der Imperator da tatsächlich in einer Höhle ab. Ja, er wird leider in die Katastrophe der neuen Trilogie voll mit reingezogen. Im Hintergrund seiner Höhle ist eine Art Glastank, worin sich ein zweiter Snoke befindet. Irgendwie war der alte Snoke wohl eine Art künstliche Lebensform, vom Imperator im stillen Kämmerlein erschaffen, aus Gründen. Und nun vollführt der Imperator mit dem Schwarzen Ritter der Nase sein wohlbekanntes „Seducing“, wie weiland bei Anakin (erfolgreich) und bei Luke (nicht erfolgreich). Allerdings will der Imperator den Gewürzprüfermann nicht zur dunklen Seite konvertieren, denn da ist er ja schon. Er will ihn lediglich noch böser machen. Doppelböse. Ziel und Zweck der Sache ist wohl die Erschaffung eines neuen Imperiums. Schnarch. Die Repetition des immer Selbigen. Warum will der alte Knochen das eigentlich? Er scheint es doch auf seinem Altenteil ganz behaglich zu haben. Mit dem Imperator ist  es wohl wie mit Hitler, der ja eigentlich auch schon tot ist, aber vor dessen Wiederauferstehung wir Deutschen dennoch ganz schreckliche Angst haben. Auch Hitler scheint noch immer im Hintergrund zu lauern, um irgendwann das vierte Reich zu erschaffen, um uns dann alle wieder mit seiner Boshaftigkeit zu quälen.

Dann bewegt der Imperator, wohl um den Nasenritter zu beeindrucken, seine Spinnenfinger, und circa 1000 einsatzbereite Sternzerstörer tauchen daraufhin aus einem Meer auf und schweben dann am Himmel.

 

In der nächsten Szene sehen wir dann wieder das Diversity Squad, besser bekannt als die „Guten“, also der Schwarze, der Latino, der Roboter, das Alien und die Frau, die wieder allerhand lustig gemeinte Sachen sagen und Böse killen.

Ach wisst Ihr was? Ich hör hier auf. Wir alle wissen, dass Star Wars (genauso wie Star Trek) linke Propaganda ist. Dass es Multikulti, Feminismus und neuerdings auch Homosexualität promotet (einige Länder haben die Lesbenszene am Ende zensiert). Okay.

 

Wir wissen auch, dass das Fundament eines Fantasy-Universums das Einhalten von Regeln ist. Regeln darüber, was das Übernatürliche kann und was es nicht kann. Wir wissen, dass J. J. Abrams auf diese Regeln einen Dreck gibt und lauter unlogische Dinge eingeführt hat, vor denen die alten Geschichten, auch die aus dem Expanded Universe, einfach keinen Sinn mehr machen. Auch noch okay – denn abseits davon könnte Episode 9 ja immer noch ein netter Film mit hohem Unterhaltungswert sein.

 

Aber sie ist es nicht. Episode 9 ist irgendwie gar kein Film. Sie wirkt jedenfalls so wie eine grobe Zusammenstückelung aus vielen Filmen. Sie besitzt keine erkennbare Handlung, sondern ist ein befremdliches Konglomerat aus Szenen, in denen Planeten explodieren, Leute herumfliegen, Leute kämpfen, Leute sterben, Leute schreien, Leute wichtig gucken und Leute emotional sind. Irgendwo reitet auch ein afrikanischer Stamm mit Pferden über einen Sternenzerstörer und schießt mit Pfeil und Bogen auf Tie Fighter, die dann explodieren. Keine dieser Figuren war mir zu irgendeinem Zeitpunkt sympathisch, denn was diese ganzen Charaktere eigentlich wollen und was ihre Motivation ist und warum sie nicht lieber zu Hause bleiben, bleibt im Dunkeln. Es ist, als sei sämtliche Handlung zufällig. Ebenso die Settings. Kein Plan, warum da mal Wüste zu sehen ist, mal Meer, mal Asteroiden, mal Dschungel, mal ne Landschaft voller Türme, dann mal ne Landschaft voller Stalagmiten und dann das Innere von einem Todesstern, oder sowas Ähnlichem. Auch diese Dichotomie von heller und dunkler Seite der Macht ist in Episode 9 vollkommen verschwommen. Wo genau lag noch mal der Unterschied?

 

Dieser Film ist ein großes, teures, gewaltiges Nichts und eine Beleidigung für jeden, der mit Star Wars mal positive Gefühle verbunden hat. Schwer vorzustellen, dass diese Katastrophe ohne böse Absicht herbeigeführt wurde.

 

 

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Thomas
Gast
Thomas

Ich frage mich seit 6 Filmen – spätestens seit drei – warum ich immer wieder da hinein falle? Nur wegen diesen schönen Erinnerung aus der Kindheit in den 80ern? Dumm sind wir alle, die da rein rennen, obwohl jeder weiß was auf ihn zu kommt! Die dumme Seite der macht ist stark in uns! Doch eine Freude es ist, daß der letzte Film wohl dieser sein wird! Jetzt wird die Kuh anders gemolken. Aber ich brauche keine Mandalorians, Yodas, Obi Wans und wer weiß was sie noch melken werden. HALT! In eine Film werde ich gehen: Wenn 2041 der Film… Weiterlesen »

Franz Bauer
Gast
Franz Bauer

cooler Artikel!!!!

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