fbq('track', 'ViewContent');
Verbinde dich mit uns

Games

Retrospiele Teil 3: Was man bei Flohmärkten und anderen Händlern beachten muss

Michael Kumpmann mit den wichtigsten Tipps.

Veröffentlicht

 

am

Während der erste Artikel dieser Reihe sich mit Neuauflagen von Retro Spielen beschäftigte, und der zweite die Vorteile und Nachteile gegenüber dem Sammeln der originalen Software und Geräte beschäftigte, soll sich dieser Artikel mit dem Thema beschäftigen, wie man nun an die Originale kommt.

Ein idealer Startpunkt für Originale Retrospiele sind Flohmärkte. Das Problem ist hier aber jedoch, dass diese sehr „schwankend“ und unvorhersehbar sein können. Es gibt Zeiten, wo sich die Händler nur auf die populärsten alten Spiele konzentrieren, weil sie glauben, für diese die besten Preise rauszukriegen. Dann gibt es Zeiten, wo Händler meinen, sich von der Konkurrenz abheben zu müssen, und deshalb seltene Spiele (meistens welche die nie außerhalb Japans erschienen) ins Sortiment nehmen. Dann gibt es wiederum Fälle, wo Händler ihre Stände mit Neuware füllen (um arme Leute anzulocken, die neue Produkte nicht im Laden kaufen können) und dafür dann die Retro Spiele aus ihrem Sortiment nehmen. Flohmärkte haben auch oft komische Mechanismen, die man nicht so leicht versteht. Beispielsweise können Spiele aus unbekannten Gründen extrem selten werden. (Ich persönlich brauchte mehr als 9 Jahre, um das Spiel „Lufia“ zu finden. )

Bei normalen Flohmärkten dominieren Nintendo Produkte und Spiele für die erste Playstation massiv. Bei Conventions wie der Animagic und der Gamescom tauchen manchmal auch solche Händler auf. Diese bieten meistens seltenere Geräte und Spiele. (Meine dringende Empfehlung bei sowas ist aber, dass man vor dem Kauf eines Systems unbedingt in die Verpackung gucken soll, um zu wissen, was man kauft. Händler machen manchmal Dinge, die man sich nicht vorstellen kann, wie z.B. dass sie das Stromkabel eines Geräts verschwinden lassen. )

Daneben sind natürlich Ebay und Amazon Alternativen. Da kriegt man viele seltene Dinge, wobei man bei den extremst seltenen Dingen wie der LaserActive bei Ebay besser dran ist. Das Problem hier ist, die Händler wissen extremst gut über die Seltenheit der Ware und verlangen da oft extreme Mondpreise. Was man wissen muss ist, Japan hat extrem komplizierte Zollformulare (und aus eigener Erfahrung in Tokio ist mein persönlicher Eindruck, dass sich selbst die Postboten dort nicht vollständig auskennen, was da wie angegeben werden muss), weshalb da oft Fehler passieren, die dazu führen, dass die Ware beim Zoll landet.

Bei Importspielen sollte man auch generell vorher überlegen, wie man die Ländersperre „überlisten“ will. Da gibt es unterschiedliche Methoden, die stellenweise bei einigen Spielen nicht wirken, weil diese ein Programm haben, um dies zu erkennen und zu blockieren (Beispielsweise Final Fantasy 8 und Super Mario RPG), und es gibt einige Methoden, die Eigenschaften der Hardware ausnutzen, welche der jeweilige Konsolenhersteller jedoch später änderte. Deshalb muss man vorher überlegen, welches Spiel man auf welche Art wie auf welcher Konsole zu Laufen kriegt.

Generell ist es auch gut, wenn man weiß, welche Hardwarefehler bei einem alten Gerät auftauchen können. Einige Online Händler für ausländische Spiele, wie PlayAsia bieten auch einige Retrospiele an. Daneben gibt es mittlerweile spezialisierte Läden für Retrospiele. Dort ist es aber so, dass die Angebote nicht dauernd verfügbar sind, sondern es häufig auf „Wenn ein Produkt verfügbar ist, können Sie es für den Preis erwerben“ hinaus läuft. Diese Händler müssen nämlich erst einmal darauf warten, dass Leute ihre alten Geräte verkaufen. Oft verkaufen diese Händler auch über Amazon und Ebay.

Im Bezug auf die Preise gilt als Faustregel generell eine Form von „umgekehrtem Produktlebenszyklus“. Im klassischen BWL lernt man, ein Produkt kommt neu raus, wird dann stetig begehrter, bis es unbeliebter wird und vom Markt genommen wird. Retrospiele haben diese Kurve meistens invertiert. Spiele werden zuerst immer unbeliebter und billiger, bis ein Punkt erreicht ist, wo sie massiv an Wert gewinnen. Wenn man dies beachtet, kann man relativ günstig einkaufen.

Je seltener ein Spiel schon bei Veröffentlichung war, umso teurer wird es später. (Ein Beispiel von mir: Ich hab Panzer Dragoon 1 für 5 Euro, Panzer Dragoon 2 für 5 Euro gekauft, den Sega Saturn um die zu spielen für 20 Euro. Und für das Spiel Panzer Dragoon Saga musste ich 400 Euro bezahlen und war damit auch noch vergleichsweise billig davon gekommen. )

Nach diesem letzten Grundlagenartikel werde ich mich in den nächsten Artikeln spezifischen Systemen und Spielen widmen.

Michael Kumpmann hat Medienmanagement studiert und schreibt seit 3 Jahren für mehrere Magazine, darunter eigentümlich frei.

Werbung
Klicken um zu Kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2500
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Nils
Gast
Nils

Informativer Artikel, der aber das Thema verfehlt. „Was man bei Flohmärkten und anderen Händlern beachten muss“ wird leider kaum besprochen, außer wenigen und offensichtlichen Tipps, wie „in die Verpackung gucken“.
Bootlegs, „100 Spiele in einer Cartridge“-Angebote, Fälschungen und Geheimtipps um auch seltene Retrospiele günstig abzugreifen usw usw fehlen leider vollkommen.

Werbung

Beliebte Beiträge