fbq('track', 'ViewContent');
Verbinde dich mit uns

Kino & Fern

Once Upon a Time in Hollywood

Foto: Wikipedia

Veröffentlicht

 

am

Ein postmodernes Märchen über die Traumfabrik der 1960er Jahre

 

Von Alexander Markovics

In seinem neunten Film „Once Upon a Time in Hollywood“ zeichnet Regisseur Quentin Tarantino (Kill Bill, Inglorious Basterds) eine märchenhafte Version des Hollywoods der 60er Jahre. Im Zentrum der Handlung stehen der (fiktive) 50er Jahre Westernstar Jack Dalton (gespielt von Leonardo Di Caprio) und sein Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt).

Zwei Schauspieler in der Krise und Sharon Tate

Während Dalton sich in einer Schaffenskrise befindet und sich als Schauspieler im Hollywood Ende der 60er Jahre nicht mehr zurechtkommt, kämpft der Stuntman Booth damit, dass er dank seiner exzentrischen Art sowie dem angeblichen Mord an seiner Frau keine Anstellung mehr findet. In diese Situation platzt ihre neue Nachbarin und „schönste Schauspielerin der Welt“ Sharon Tate (Margot Robbin) hinein, welche gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Regisseur Roman Polanski ins Haus nebenan eingezogen ist und die glitzernde Partywelt der amerikanischen Filmindustrie zeigt.

Vietnam, Hippies und Sekten: Das „andere Amerika“ der 1960er Jahre

Doch würden wir uns nicht in einem Film von Quentin Tarantino befinden, wenn das alles im luftleeren Raum passieren würde: Die Hippiebewegung erlebt vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges gerade ihren Höhepunkt. Doch nicht alle Hippies friedlich und nur auf Sex und Drogen aus: Denn auch die Sekte der „Mansonfamiliy“ macht sich im neuen Hollywood breit und bildet den radikalen Gegenpunkt zur Glanz- und Scheinwelt der Filmstudios.

Eine Liebeserklärung an das amerikanische Kino und Fernsehen

Tarantinos Film erzählt nicht nur die Geschichte von Dalton und Booth, sondern stellt eine Liebeserklärung an die amerikanische Kino- und Fernsehkultur der 1960er Jahre dar. Dies liegt sicher nicht zuletzt daran, dass Tarantino als Kind einer allein erziehenden Mutter quasi vor dem Fernseher aufgewachsen ist. Zahlreiche Fernsehserien der Zeit werden im Film durch Einspielungen direkt zitiert, der Zuschauer kann sogar den Schauspielern beim Kommentieren der Serien zusehen (z.b.: „The F.B.I“ von 1965). Allen voran der italienische Western dieser Zeit bekommt ein Denkmal gesetzt. Auch die Umgebung von Hollywood wird in langen Autofahrten für den Zuschauer eingefangen.

Ein postmodernes Märchen das vor allem unterhält, aber auch viel verklärt

„Once Upon a Time in Hollywood“ ist ein gelungenes postmodernes Märchen über die amerikanische Traumfabrik. Wir erleben zwei parallele Handlungsstränge, die Fakten und Historisches miteinander vermischen, um es schließlich in einer für Tarantino typischen Weise aufzulösen. Quentin Tarantino, der sich für den Film von der Weinstein Company trennte, liefert ein unterhaltsames, aber verklärtes Märchenbild von der US-Filmfabrik, wie sie niemals war.

Alexander Markovics ist ein patriotischer Aktivist, studierter Historiker sowie patriotischer Journalist aus Wien und Vorsitzender des Suworow Institut . Er absolviert zur Zeit das Masterstudium Geschichte an der Universität Wien.

Werbung
Klicken um zu Kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2500
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Werbung

Beliebte Beiträge