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Politik

Manchester-Terror: Katy Perry, Justin Timberlake und Co: Irre Promi-Kommentare

Was sagt Ihr zu solchen Aussagen? Reicht so etwas aus?

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Katy Perry: Part Of Me Australian Premiere in June 2012, Eva Rinaldi (commons.wikimedia.org), CC BY-SA 2.0. Justin Timberlake: speaking at the 2016 San Diego Comic-Con International in San Diego, California. Gage Skidmore (commons.wikimedia.org), CC BY-SA 3.0.

Was für eine Katastrophe in Manchester! Gegen 22:30 am vergangenen Montag zündete der 22 Jahre alte Libyer Salman Abedi auf Arianna Grandes Konzert eine Nagelbombe, die 22 Menschen das Leben kostete. Das jüngste Opfer der vor allem von jungen Menschen besuchten Veranstaltung war erst 8 Jahre alt. Der Islamische Staat hat sich zu dem Anschlag mittlerweile bekannt.

Ganz Manchester ist seitdem auf den Beinen und hilft den Opfern und ihren Angehörigen. Großbritannien steht kurz vor den Parlamentswahlen am 6. Juni unter Schock, die Terrorwarnstufe wurde auf die höchste Stufe „critical“ erhöht. Seit dem London-Anschlag 2007 befand sie sich nicht mehr auf diesem Niveau.

Doch nicht alle zeigen Solidarität: In sozialen Netzwerken kursieren Facebook-Videos, in denen Lach-Smileys und Herzchen von Muslimen gepostet werden, die den Anschlag feiern.

Auch die Stars haben sich zu Wort gemeldet – und das teilweise richtig peinlich. Justin Timberlake nahm etwa alle in die Pflicht: „Wir müssen uns mehr anstrengen. Wir MÜSSEN EINANDER LIEBEN“, lautete seine Botschaft. Das süßliche Geschreibsel liest sich derweil wie eine Schuldzuweisung. Statt dem Attentäter soll also wieder „die Gesellschaft“ Schuld sein?

 

Missverständlich äußerte sich auch Katie Perry, die in einem Interview mit der „Elvis Duran and the Morning Show“ den islamistischen Anschlag zum Anlass nahm, gegen Grenzen zu plädieren. „No barriers, no borders, we all just need to co-exist.”, erklärte die bisexuelle Sängerin. Die rechtskonservative amerikanische Webseite Breitbart bläst nun zum Sturm gegen Perry. Denn wie soll diese Koexistenz mit Attentätern, Mördern und Islamisten bitte aussehen? Aus dem Kontext ihrer Äußerung ergibt sich aber noch eine andere, verständlichere Deutungsmöglichkeit: Vielleicht meinte Katy auch einfach nur die Fanbases, die sich vereinigen sollen.

 

Wie dem auch sei: Das ständige Gerede gutbetuchter Villenbesitzer von Liebe, Einigkeit und Zusammenhalt nach Terroranschlägen dürfte mittlerweile vielen Otto-Normalverbrauchern dies- und jenseits des Ärmelkanals gehörig zur Nase heraushängen. Denn nach dem x-ten Terroranschlag auf europäischem Boden wieder das übliche „Pray for xy, but don’t do anything about Islam“ zu hören, macht irgendwann einfach nur noch wütend!

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