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Sport & Gesundheit

Kampfsportlerin verrät Insider-Tipps gegen sexuelle Belästigung!

Sophia macht Krav Maga und MMA – und verrät hier Tricks, wie man sich gegen sexuelle Belästigung und Vergewaltigungen schützen kann. Unbedingt lesen!

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Tipp 1: Sei kein Opfer!

 

Potenzielle Vergewaltiger suchen sich möglichst wehrlose Opfer. Was kannst du dagegen tun, wie ein leichtes Opfer zu wirken? Die Mittel sind ebenso simpel wie wirksam: Aufrechter Gang, Brust raus, Schultern zurück.

Die Körperhaltung macht bei unserer Wirkung auf Andere enorm viel aus. Deshalb ist es total wichtig, selbstbewusst aufzutreten. Gerade dann, wenn man sich vor Angst am liebsten in die Hose machen würde. Wenn du zeigst, dass du dich nicht einschüchtern lässt, hat der Angreifer gleich weniger Lust, sich mit dir anzulegen.

Wenn sich ein Angreifer vor dir aufbaut, dann Hände hoch und erst mal beschwichtigen. Du willst keinen Stress, genau das musst du ihm vermitteln. So sehen auch Passanten gleich, dass du nicht der Provokateur bist.

 

Tipp 2:  Bewusste Aufmerksamkeit

 

Es heißt ja immer: Frauen sind die geborenen Detektive. Dann stalke zur Abwechslung mal weniger Sixpackbilder von Channing Tatum und beobachte stattdessen die Umgebung. Vor allem, wenn du allein unterwegs bist. So kannst du Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und vermeiden.

 

Wenn du dich verfolgt fühlst, dann nutze einfach spiegelnde Oberflächen. In der Innenstadt kannst du einfach in Schaufenstern unauffällig den Typen beobachten, der dir vermutlich hinterher läuft. Ist kein Schaufenster in Sicht, kommt unsere Geheimwaffe ins Spiel: Der Schminkspiegel. Tu einfach so, als würdest du dein Make-Up überprüfen. Dabei hast du auch den Verfolger hinter dir im Visier.

 

Foto: Autor

Foto: Autor

Tipp 3: Selbstbewusst kontern

 

Folgt dir derselbe Typ eine längere Zeit, hast du ein mulmiges Gefühl? Wenn noch andere Menschen auf der Straße sind, dann spiele mit deinem Gegner. Wechsel die Straßenseite. Bleib stehen und schau auf einen Fahrplan. Tu so, als hättest du etwas vergessen, und geh in die entgegengesetzte Richtung. Der komische Typ hängt dir immer noch an den Fersen? Dann starte den Gegenangriff: Schau ihm in die Augen. Zeige dabei aber keine Angst, sondern schau ihm ganz offen ins Gesicht und sage ihm laut und deutlich: „Hör auf, mir nachzulaufen.“ Wenn er dich trotzdem weiter verfolgt, dann rufe ohne Umwege die Polizei an. Sicher ist sicher.

 

„Hey du geile Schlampe! Zeig mal deine Möpse!“ Komplimente solltest du immer annehmen und dich drüber freuen, aber solche Sätze gehen gar nicht. Lass dich durch dumme Anmachen nicht einschüchtern, sondern weise sie ab. Und zwar in aller Deutlichkeit und so laut, dass auch Umstehende darauf aufmerksam werden. So können dir Passanten im Notfall schneller helfen.

 

Tipp 4: Jetzt geht’s ans Eingemachte: So wehrst du dich effektiv

 

Die Polizei ist noch meilenweit entfernt und der Angreifer rückt dir so richtig auf die Pelle? Wenn ein dringender Anlass besteht, musst du dich körperlich wehren. Hier ein kleiner Gesetzesauszug (§ 32 StGB Notwehr):

 

„(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.“

 

Das heißt ganz konkret: Wenn er dich anfasst, kassiert er. Das darf aber alles nur im Rahmen des Notwendigen sein.

 

Alarmstufe rot:

Wenn er dich wegzerren will: Reiß dich los. Ein Tritt in die Eier bewirkt wahre Wunder. Je stärker, desto besser, lass dir nichts gefallen! Dann nichts wie weg und 110 wählen.

 

Alarmstufe tiefrot:

Wenn der Gegner dich an gewissen Stellen anfasst, dann ruf laut um Hilfe und fahr deine Krallen aus. Kratzen, beißen, schlagen, das alles ist erlaubt. Und den obligatorischen Tritt in die Eier nicht vergessen. Wegrennen und 110 wählen.

 

Alarmstufe dunkeltiefrot:

Der Angreifer zerrt dich weg, wirft dich zu Boden und will dich vergewaltigen. Jetzt ist nahezu alles erlaubt. Wichtig ist jetzt vor allem: Keine Panik, sondern Konzentration. Wenn du jetzt heulst, bringt das niemandem was. Schrei so laut du kannst um Hilfe und wehre dich um jeden Preis. Deine natürlichen Reflexe helfen auf jeden Fall weiter.

Konzentriere dich auf die Primärziele, die dem Gegner schnell ausschalten.

Beispiele:

  •  Schlage mit beiden flachen Händen mehrmals stark auf die Ohren des Angreifers. Dadurch wird sein Gleichgewicht gestört. Wenn du es stark genug machst, platzt sein Trommelfell.
  •  Ramme ihm den unteren Teil deiner Handinnenfläche gegen die Nase. Dabei wird das Nasenbein gegen die darunterliegenden Tränendrüsen gedrückt und der Gegner sieht für einen  Moment nichts mehr.
  •  Ramme ihm dein Knie in die Eier, trete ihm in die Eier, je nachdem, wie du am besten dran kommst.
  •  Schlage deinen Ellbogen mit voller Wucht gegen seinen Kiefer, seine Nase, egal. Hauptsache du erwischst ihn hart. Lieber hat er einen gebrochenen Kiefer, als dass du vergewaltigt und  traumatisiert bist.
  •  Trete nach ihm, wenn du auf dem Rücken bist und er sich auf dich legen will.

 

Ganz wichtig: Danach immer und sofort abhauen und so schnell wie möglich die Polizei rufen.

Foto: Stallknecht / pixelio

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Sahra
Sahra
1 Jahr zuvor

Wirklich gute und wichtige Hinweise und Anregungen, die sollten alle Mädchen und Frauen kennen und möglichst auch relativ praxisnah üben, damit sie nicht zum hilflosen Opfer werden.

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