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Enteignung, Miete, Mietpreise Enteignung, Miete, Mietpreise

Börse & Wirtschaft

Hohe Mieten: Masseneinwanderung, Nullzinspolitik und Kapitalflucht sind der Grund – Nein zur Enteignung!

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Wie verrückt dieses Land geworden ist, zeigt sich in der Debatte um Enteignungen von Wohneigentum: Brachialsozialisten vom Schlage eines Robert Habeck oder einer Sahra Wagenknecht fordern in ihren neuesten Wortmeldungen unverblümt die Enteignung von Wohneigentum im großen Stile. Anstelle eines großen Aufschreis ernten beide hohe Zustimmung: So spricht sich fast die Hälfte der Deutschen dafür aus, daß große Immobilienunternehmen enteignet werden sollten (in Ostdeutschland sind es sogar 64 Prozent). Ziel ist es, gegen die hohen Mietpreise vorzugehen.

Massenmigration und Nullzins

Natürlich sind die Mieten hoch. Sie sind es deshalb, weil die Wohnungen knapp sind. Wenn man die Grenzen für Millionenmassen öffnet und auf eine Nullzinspolitik setzt, die eine massive Kapitalflucht in Immobilien auslöst, braucht man sich anschließend nicht über Wohnknappheit und Mietsteigerungen zu wundern.

Daß jetzt teilweise dieselben Menschen für die Enteignung von Wohneigentümern auf die Straße gehen, die sich zuvor für grenzenlose Masseneinwanderung nach Deutschland und Nullzinspolitik ausgesprochen haben, gehört wohl zur Ironie des gegenwärtigen Zustands dieses Landes.

Hierin die einzigen Gründe für steigende Mieten zu sehe, wäre aber zu kurz gegriffen.

Bürokratischer Ballast und das Verprellen von Kapitalgebern

Wohnungen sind auch deshalb knapp, weil der bürokratische Ballast beim Wohnungsbau durch all die ökoideologisch motivierten Reglementierungen so enorm ist. Es traut sich keiner mehr zu bauen. Hinzu kommen hohe Steuern, die beim Bauen fällig werden. Und wenn nun auch noch Enteignungen drohen, wird ohnehin keiner mehr bauen. Denn zum Bauen braucht man Kapital, das man aber nicht bekommt, wenn man den Kapitalgebern mit Enteignung droht.

Moment, doch: Einer wird bauen, nämlich der Staat. Wie gut und preiswert er das kann, hat er des Öfteren unter Beweis gestellt, etwa beim Flughafen Berlin-Brandenburg, etwa bei der Elbphilharmonie, etwa beim Nürburgring, etwa, etwa, etwa. Frage an die Runde: Sollen jene, die für all diese Milliardengräber zuständig sind, jetzt auch noch unsere Wohnungen bauen? Zweifel erscheinen angebracht. Entweder entstehen sozialistische Schrottbauten und monotone Betonwüsten mit kurzer Halbwertzeit, wie wir sie aus dem Ostblock kennen, oder aber gar nichts. Beides ist nicht wünschenswert.

Lob des Spekulanten

All das ignorierend hetzt die Enteignungsfront lieber gegen Immobilienspekulanten – und verkennt dabei deren wichtige Rolle für das Gemeinwohl: Wenn ein Spekulant Gewinne erzielt, ist er – so das weit verbreitete Credo – ein raubtierkapitalistischer Oberabzocker. Wenn er aber Bankrott geht, interessiert das keine Sau. Was dabei übersehen wird: Der Spekulant übernimmt Preisrisiken, die andere Marktteilnehmer loswerden wollen. Es ihm zu verübeln, wenn er damit Gewinne erzielt, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Spekulanten scheinen hierzulande nur dann nicht böse zu sein, wenn sie Pleite gehen. Das ist die Denke und Moral des grassierenden ökonomischen Analphabetentums.

Politisch korrekter Minderheitenschutz gilt nicht den Rechten

Ein weiterer Punkt, den Dushan Wegner auf Twitter angesprochen hat, sollte nicht unerwähnt bleiben: ,,Wer heute Wohnungen enteignet, weil Hipster billig in Berlin-Mitte wohnen wollen statt ins Retro-Café zu pendeln, der wird morgen enteignen, weil der Eigentümer nicht genug ‚Haltung‘ hat oder gar – oh schreck! – ‚rechts‘ ist. Für diese Ideologen ist beides ‚moralisch‘ begründet.“

Im Kampf gegen rechts sind den Linken bekanntlich alle Mittel recht, ohne daß sich darüber jemand außerhalb direkt benachteiligter Milieus echauffieren würde. Was wiederum daran liegt, daß hierzulande linksradikale Positionen zum Hauptstrom geworden sind. Der politisch korrekte Minderheitenschutz mag für das 64. Geschlecht gelten, Rechte hingegen klammert er bewusst aus.

Umso erschreckender ist es, wenn Teile der Rechten mit den Linken den Chor der Enteignung anstimmen, vergessend, daß das Eigentum und sein Schutz Grundbedingungen für Ordnung, Freiheit und Wohlstand sind.

Rolf Peter Sieferle hatte wohl recht, als er schrieb, daß ein zentrales Merkmal der Deutschen ihr fundamentaler Sozialdemokratismus ist. Dieser Sozialdemokratismus erstreckt über das ganze politische Spektrum – von links nach rechts. Sein Kern besteht darin, daß Differenzen aller Art für schlechthin unerträglich gelten. Konsens in der Rechten sollte es sein, daß Fleiß belohnt, Eigentum geschützt und Wohlstand geschaffen werden muss. An niedere Instinkte wie den Neid zu appellieren und ständig nur Enteignungen, Umverteilung und noch mehr Besteuerung zu fordern ist billige Sozialdemagogie.

Enteignung - Tomasz Fröhlich schreibt für Arcadi

Unser Autor Tomasz Froelich hat ein Wirtschaftsstudium in Wien abgelegt. Seine Facebookseite: https://www.facebook.com/tmfroelich

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Andreas D.
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Andreas D.

kurz und bündig, aber sachlich & glänzend

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