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Kultur

Hambach, Sachsen, Europa – Zum Neuen Hambacher Fest 2019

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Ein geteilter Beitrag von Young German:

Vor einem Jahr gelang dem Wirtschaftswissenschaftler Max Otte ein Coup, als er ein neues Hambacher Fest ausrief und damit den Geist der deutschen Nationalbewegung der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in unsere Gegenwart holte. Die Mainstreammedien waren verunsichert und verärgert, berichteten aber wenigstens. Das war die Initialzündung für eine neuartige patriotische Großveranstaltung in Westdeutschland, und viele hofften darauf, dass diese sich als jährliche Institution etablieren würde.

Nun sieht es ganz danach aus, als würde sich diese Hoffnung erfüllen. Max Otte hat sich die Marke „Neues Hambacher Fest“ sichern lassen und will die Veranstaltung in den kommenden Jahren fortführen. Am 8. Juni 2019 fand das Fest nun also zum zweiten Mal statt, wenn auch diesmal leider nicht auf dem Hambacher Schloss selbst, sondern im gut gefüllten Saalbau in Neustadt an der Weinstraße. «Die Tradition von Hambach ist zu wichtig, um sie nicht zu pflegen», sagte Otte kurz vor der „Patriotenwanderung“ am Vortag. Allerdings hatte er sich diesmal für ein etwas anderes Veranstaltungsformat entschieden, und zwar unter dem Titel „Kongress für Frieden und Sicherheit in Europa“.

Foto: Michael Kampf

Diese thematische Akzentverschiebung in Richtung Europa erscheint sinnvoll, weil Deutschland im Ringen um den Erhalt seiner Identität nicht allein dasteht. Die globalistische Agenda bedroht letztlich alle Völker, die europäischen nur eben ganz besonders. Und die Aspekte Frieden und Sicherheit sind leider hochaktuell in einer Zeit, in der eine sich bald möglicherweise bis zur Ukraine ausdehnende NATO einen Konflikt mit Russland heraufbeschwört und der tiefe Staat der USA eine Eskalation des angespannten Verhältnisses zum Iran erzwingen will – mit unabsehbaren Folgen für Europa.

Mit Markus Krall, Imad Karim, Daniele Ganser, Bruno Bandulet und Rainer Rothfuß waren auch in diesem Jahr interessante Redner geladen (Willy Wimmer hatte leider kurzfristig absagen müssen). Krall machte den Anfang mit einer kämpferischen Lageanalyse und lobte den Widerstandsgeist der neuen Bundesländer: «Wäre Hambach heute ein Bundesland, würde es wohl Sachsen heißen.» – Tosender Applaus des Publikums.

Foto: Michael Kampf

Den inhaltlich stärksten Vortrag hielt der Schweizer Daniele Ganser, der ausführlich über direkte und indirekte staatliche Verstöße gegen das UNO-Gewaltverbot sprach. Außerdem zeigte er an verschiedenen Beispielen, wie wir mit Sprache manipuliert und gelenkt werden. «Es ist sehr schwierig zu denken außerhalb der vorgegebenen Wörter. […] Ihre Gedanken werden geleitet durch das, was Sie lesen und hören.» Eine Erkenntnis, die für kritische Geister sicherlich nicht neu ist, dennoch ist sie in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzen. Ganser machte das Publikum auch auf die Teile-und-herrsche-Strategie der globalistischen Eliten aufmerksam: «Wenn ich ein böser Diktator wäre und ich würde Deutschland spalten wollen, würde ich es mit den Parteien machen. Ich würde Sie in die Parteien zerlegen, weil genau wenn die Parteien gegen Ihren Gedanken fix einklinken, werden Sie sich bekämpfen und nicht verstehen, dass ich außen stehe und sehe, wie alles den Bach runtergeht.» Das System beschäftigt uns mit dem Parteiengezänk, bindet unsere Kräfte, schwächt uns und schafft es sogar spielend, Landsleute, die sich in bestimmten Fragen vielleicht einig wären, gegeneinander aufzuhetzen.

Bruno Bandulet arbeitete anschließend heraus, warum der uns als „Friedensprojekt“ verkaufte Euro den Frieden in Europa inzwischen nachhaltig gefährdet, und Rainer Rothfuß betonte zum Abschluss die zentrale Bedeutung einer guten Beziehung zu Russland: «Wir brauchen Russland als Partner.» Max Otte moderierte die Übergänge und überraschte mittendrin mit einer symbolischen Geste: Er holte den Maler Axel Krause auf die Bühne, der Ende Mai aufgrund des Gesinnungsdrucks von Kollegen und linken Organisationen von der Leipziger Jahresausstellung ausgeladen worden war, und verlieh ihm einen Courage-Preis, dotiert mit 5.000 Euro. Ein schönes Beispiel für patriotische Solidarität!

Sicherlich war die Stimmung auf der Veranstaltung nicht ganz so euphorisch wie vor einem Jahr, als der Patriotenzug zum ersten Mal zum Hambacher Schloss hinaufpilgerte und wir von oben auf die sonnendurchflutete Rheinebene hinabschauten. Einen solchen Moment kann man nicht wiederholen. Dass dennoch auch diesmal alles sehr gelungen war, lag hauptsächlich an Max Otte, der das Fest wieder in einem wirklich freien Geist, mit Begeisterung, Bescheidenheit, gutem Humor und Musik zu leiten verstand. So ließ er es sich auch diesmal nicht nehmen, mit den Teilnehmern des Kongresses am Abend noch zu musizieren. Otte gehört zu den wenigen prominenten Patrioten, welche die Bedeutung des gemeinsamen Singens erkannt haben. Denn wie sagte der Dichter Peter Rosegger: «Wer dem Volk sein Lied wiedergibt, das entschwindende, der gibt ihm seine Seele wieder.»

Young German ist ein Blog zu Politik, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Militär. Wir sind ein kleines Team engagierter Autoren und schreiben in unserer Freizeit. YG ist ein ehrenamtliches Projekt ohne Gewinnorientierung.

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