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Kino & Fern

Film-Kritik: Demolition Man

Wir haben wieder einen tollen Film für Euch ausgekramt!

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Wer bei Google ,,Demolition Man“ eingibt wird schnell erfahren, dass in diesem Action-Film von 1993 Sylvester Stallone die Hauptrolle spielt. Von dem kleinen, muskelbepackten Italo-Amerikaner erwartet man eigentlich keine tiefgreifenden, gesellschaftskritischen Filme, doch es lohnt sich diesen Streifen mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Film beginnt im Los Angeles der späten 90er Jahre. Blutige Straßenkämpfe toben zwischen verfeindeten Gangs. In diese Gewaltorgie kann nur einer Ordnung bringen; Sylvester Stallone alias John Spartan ist der härteste Bulle, den die Polizei von Los Angeles aufzubieten hat und er schert sich nicht um Dienstvorschriften. Auf eigene Faust will er den irren Verbrecher Simon Phoenix, gespielt vom damals noch unbekannten Wesley Snipes, dingfest machen. Doch es geht schief und die von Phoenix genommenen Geiseln sterben. Zur Strafe und Resozialisierung wird der unbequeme Cop in den ,,Kryo-Vollzug“ gesteckt, wo er eingefroren und unter Konditionierung bis zu seinem Auftauen im Jahre 2032 zu einem achtbaren Bürger werden soll.

Als er in der Zukunft aufgetaut wird und er auf die Bitte nach einer Marlboro-Zigarette nur die Antwort erhält: ,,Was ist eine Marlboro?“ wissen wir wohin die Reise geht.

Diese Zukunft ist der feuchte Traum eines jeden linksgrünen Gutmenschen und Berufsempörten! Zigaretten, Alkohol, Rockmusik, fleischliche Nahrung, ja sogar Küssen ist verboten. Bei Schimpfwörtern bekommt man  ,,eine Strafe von einem Credit wegen Verstoßes gegen das verbale Moralitäts-Statut“ von in jedem Raum montierten Automaten.

Die beliebteste Musik sind zwanghaft-fröhliche Werbe-Jingles aus den 90ern und Sex wird in Form von Gedankenübertragung per Helm praktiziert.

Allerdings wird in diese rosarote Welt auch der irre Verbrecher Simon Phoenix aufgetaut, der schnell bemerkt, dass er von den weichgespülten Polizisten nicht viel zu befürchten hat.

Vom  bösen Ober-Gutmenschen während der Kryo-Haft konditioniert und mit nützlichen Informationen, wie urbaner Kriegsführung, Kampfsport und Computerkenntnissen ausgerüstet geht er nun daran die letzte Opposition gegen das rotgrüne, gendergerechte Regime auszuschalten.

Natürlich hilft gegen diesen altmodischen Kriminellen nur ein altmodischer Cop und John Spartan, der allerdings während seiner Tiefkühl-Phase nur Stricken gelernt hat, geht mit Unterstützung von Lenina (!) Huxley, gespielt von Sandra Bullock, auf eine wilde Jagd nach ihm.

Der geneigte Zuschauer wird in den Namen der Protagonisten und in der Zukunftsvision deutlich die Reminiszenz an Aldous Huxleys ,,Brave New World“ erkennen und diese actionreiche, lustige Interpretation ist sehr erfrischend. Auch die kleinen, popkulturellen Anspielungen, wie die ,,Schwarzenegger-Präsidentenbibliothek“ , sowie bekannte Schauspieler in kleinen Nebenrollen geben dem Film den Charme, den leidenschaftliche Cineasten zu schätzen wissen.

 

Fotos: Demolition Man

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