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Politik

Erlebnisbericht über Übergriff auf ein Au-pair-Mädchen

Unglaublich, was derzeit passiert.

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Folgenden Beitrag veröffentlichte das 120-Dezibel-Kollektiv auf ihrer Seite. Dem Aufruf, sich bei der Bewegung zu melden, seien laut den Angaben der Gründer bereits viele Frauen und Mädchen gefolgt. Das Thema ist für viele Frauen immer noch ein Tabu. Durch die Aktion sollen weitere Frauen Mut schöpfen und die Probleme im Land aufzeigen.

 

„Mein Name ist Michelle. Ich bin 22 Jahre alt und lebe aktuell in einer Kleinstadt im Münsterland. Dort wohne ich bei einer deutschen Familie als Au-pair-Mädchen. Vor Kurzem war ich mit der 5-jährigen Tochter meiner Gasteltern auf dem Fahrrad unterwegs. Wir fuhren ins Stadtzentrum, um ein paar Besorgungen zu machen. Als wir nach Hause fahren wollten, war es bereits dunkel.

Wir nahmen die schnellste Route am Bahnhof vorbei durch die Bahnunterführung hindurch. Als wir beim Tunnel ankamen, waren wir zunächst allein. Dann aber tauchten auf der anderen Seite drei arabischstämmige junge Männer auf. Sie sahen uns und fingen an, mich mit „Süße“ anzusprechen. Ich reagierte nicht, daraufhin wurden sie aggressiv und nannten mich „Schlampe“. Wieder kam keine Reaktion meinerseits. Um einem Konflikt zu entgehen, stoppte ich nicht und fuhr einfach an den dreien vorbei. Dann aber hörte ich, wie mein Tageskind, das hinter mir fuhr, anfing zu schreien. Ich drehte mich um und sah, dass die drei Araber ihr Fahrrad gestoppt hatten und zwei von ihnen sie an den Armen festhielten. Ich hielt mein Fahrrad an und forderte sie auf, die Kleine loszulassen. Das taten sie auch, verfolgten und bedrängten uns aber weiterhin. Am Ende des Tunnels schnappte sich einer der drei Männer meinen Rucksack. Ich stand unter Schock und wusste erst nicht, was ich machen sollte. Dann begann ich zu brüllen, sodass ein Pärchen mit Hund auf uns aufmerksam wurde. Da verließen die drei Männer fluchtartig den Tunnel und ließen uns samt meinem Rucksack zurück.

Das Pärchen fragte uns, was denn passiert war. Ich schilderte ihnen den Vorfall und bekam nur noch die Frage gestellt, ob die drei Männer denn Flüchtlinge gewesen seien.

Kurz darauf erschien die Polizei und ich erstattete Anzeige. Die Lokalpresse berichtete und machte aus den ursprünglich drei Tätern zwei junge Männer mit „südländischem Aussehen“.

Der Bericht von dem die junge Frau spricht, ist hier einzusehen.

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