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Stil & Mode

Entscheidung noch heute: Macht Von Floerke die Fliege?

Und wenn ja, wie lange noch?

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Quelle: www.vonfloerke.de

Wir berichteten bereits zu einem früheren Zeitpunkt über die Bonner Modemarke „von Floerke“. Damals noch als ein positives Beispiel für erfolgreiches Jungunternehmertum. Heute sieht das alles etwas weniger rosig aus. Seit Ende 2018 gab es immer wieder Beschwerden über Lieferausfälle. „Betrug!“ hieß es seitdem oft in den Kommentarspalten der Facebookseite des Unternehmens. Aus dem Bonner Buschfunk hörte man dazu, David Schirrmacher hätte sich auf einen betrügerischen Unternehmer für den Verkauf von Spirituosen eingelassen, dieser sei verhaftet worden, er konnte nicht die Bestellungen bearbeiten und sei in extreme Schwierigkeiten gekommen. Schirrmacher selbst deutet Probleme mit dem Bezahldienst „PayPal“ an, die ihn an den Rand der Insolvenz geführt hätten.

 

Wo genau das Problem war, weiß man bisher also nicht, was von den Gerüchten stimmt und was genau die Probleme mit dem eigentlich anerkannten Bezahldienst waren, auch nicht. Während es eine Weile still war um David Schirrmacher, ging er in letzter Zeit in die Offensive, sehr zur Unterhaltung seiner Facebook-Follower. Er schaltete sich live auf seiner Seite „von Floerke“, zeigte seine Waffen, soff pro hundert Bestellungen Bier und Schnaps und erzählte, wieso Frank Thelen in seinen Augen ein Blender ist. Mit fortschreitendem Alkoholkonsum wurden die Streams immer surrealer, er schmiss Weingläser um, zeigte Mittelfinger, reagierte immer witzig auf die Kommentare, bepöbelte die Leute zum Teil sogar. Die „Frank Thelen muss raus-Box“ wurde hundertfach verkauft, deshalb floss noch mehr Schnaps. „Netflix kostet schließlich auch Geld und da wird man nicht so gut unterhalten.“ War eine sinnvolle Begründung zu bestellen.

 

Schirrmacher schwankt in einer grotesken Komödie zwischen dem Zorn des Gerechten, dem ein unternehmerischer Fehler unterlief und der nun von allen angegriffen wird und yuppieskem Nihilismus, wenn er sich etwa als Davidos Schirrmacheros, der Insolvenzverwalter, ausgibt oder mit einem Teddybär redet, als wäre dieser Frank Thelen. Auf der Homepage heißt es groß „Prominenz kauft bei von Floerke.“ Dazu ein Bild von Thelen mit Fliege. Thelen rief daraufhin Schirrmacher an, drohte diesem, seine Seite bei „shopify“ löschen zu lassen, wenn das Foto nicht verschwinde. Schirrmacher trat all dies bei Facebook breit mit der Ankündigung, das Foto selbstverständlich nicht zu löschen, er habe schließlich die Bildrechte. Das Foto prangt nach wie vor auf der Seite des Unternehmens, dessen Chef gleichzeitig auch eine Petition startete, Thelen solle seine Anteile an „von Floerke“ zurückgeben. Dem Vorwurf, nicht zu liefern, begegnete Schirrmacher mit dem Hinweis, man könne auf Rechnung bestellen. Genau das habe auch ich getan und siehe da: Wie bei jedem anderen Onlineshop kam die Ware innerhalb weniger Tage, das Beste daran: Die Preise sind momentan unschlagbar niedrig.

 

Saufen, Pöbeln, Witzeln über die eigene Pleite, Schirrmacher bricht mit allen althergebrachten Werten des Unternehmertums und dies bewusst und öffentlichkeitswirksam in einem grotesken Schauspiel dessen Protagonist er ist. Es bleibt ihm ja nichts Anderes übrig, könnte man entgegnen, andererseits tanzt er mit so einer Unterhaltsamkeit auf dem Vulkan der drohenden eigenen selbstbenannten „Ginsolvenz“, dass man beinahe unfreiwillig Sympathie für seine Art entwickelt. Ob dieses Modell dauerhaft funktioniert und Schirrmacher damit wieder zum erfolgreichen, aber daueralkoholisierten Unternehmer wird, ob „von Floerke“ nochmal zu einer Art „Normalzustand“ zurückfindet oder ob das Unternehmen den Bach runtergeht, könnt ihr bei Facebook live verfolgen und sogar entscheiden: Bestellt ihr oder lieber nicht?

 

 

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Eva
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Eva

Ich weiß nicht wie er es gemacht hat, aber ich habe dort bestellt. Eine Dose Kaviar. War dann ausverkauft. Ich finde ihn irgendwie sympathisch, auch wenn ich erst dachte – „Was zur Hölle treibt der da!?“

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