fbq('track', 'ViewContent');
Verbinde dich mit uns

Politik

Ein Tag mit der JA Dresden – die Dresdner Gespräche mit Andreas Kalbitz

Wir haben die Dresdner Gespräche erlebt.

Veröffentlicht

 

am

18199232_880209342116823_4271101898916492200_n

Die Dresdner Gespräche sind nicht zuletzt seit dem Auftritt von Björn Höcke legendär. Am 04.05. gab sich der Landeschef der Brandenburger AfD, Andreas Kalbitz, die Ehre nach Dresden zu fahren.

Bereits eine Woche zuvor kam bei uns die Anfrage rein, ob wir diesem Abend nicht beiwohnen wollten. Einer solchen Einladung muss man natürlich nachkommen und so fuhr auch das Arcadi Magazin zu den Dresdner Gesprächen der Jungen Alternative Dresden.  Nach einer halbtägigen Städtetour und der Besichtigung der Dresdner Wahrzeichen, fand man sich abends im Kim Hotel ein. 80 Anmeldungen waren zuvor eingegangen. Die Veranstaltung war deutlich kleiner konzipiert, als die vorherigen.

Scholz gab sich siegessicher

Der Vorsitzende der JA Dresden, Matthias Scholz, begrüßte das Publikum und beschwor den Marsch in die Institutionen herauf. „Stück für Stück holen wir uns unser Deutschland zurück“, gab er zum Besten, bevor er das Wort an Jens Maier übergab, der hinter Frauke Petry die Nummer zwei auf der Landesliste für den Bundestag besetzt. Maier, der gerade in Dresden für sein Aufbegehren gegen Frauke Petry hochgelobt wurde, beschrieb die AfD-Ost Achse und legte klar dar, dass „der Osten weiter sei als der Westen“ und man von daher in den Westen wirken sollte.

Kalbitz wird jubelnd begrüßt

Nachdem Scholz Kalbitz offiziell begrüßt hatte, legte dieser schon mit knallharter Programmatik nach. Der selbsternannte „Gast aus Preußen“ griff den Gedanken von Jens Maier auf und sprach über seine Ideen von der „Aufbauhilfe West“. Auch er skizzierte die „Mitteldeutsche Achse“ und wünschte sich, dass die Ostverbände zukünftig als Impulsgeber für die westlichen Länder dienen sollten. Kalbitz ließ auch die Frage nach der Einheit der Partei aufkommen. Er legte deutlich fest, dass der Kölner Parteitag nur mit Hilfe der westlichen Delegierten so ablaufen konnte und dass eine Dominanz der Ostverbände nicht stattfinden würde.

Selbstverständlichkeiten als Minimalziel

Im Gegenteil: Die Diskussion zur Real- oder Fundamentalpolitik, welche derzeit in der AfD geführt wird, sei für Kalbitz obsolet. Als Beispiel zog er den kürzlich erschienenen Text von Götz Kubitschek „Selbstverständlichkeiten als Minimalziel“ heran. Ein Vogel, welcher bewegungsunfähig die Kellertreppe hinunter gezogen wird, sei vergleichbar mit der derzeitigen Situationen. Eine Diskussion darüber ist zwecklos, da man überhaupt keinen Handlungsspielraum besitzt. In erster Linie sollte man sich aus den Fängen der Anderen befreien. Kalbitz sprach sich dafür aus, „fundamentale Inhalte realpolitisch umzusetzen“. „Wir sind dabei unser Land, wie wir es kennen, in seiner Substanz zu verlieren“, schlussfolgerte der ehemalige Soldat.

„Vorwärts zurück“

Er führte fort, dass die Detailfragen nicht so wichtig seien. Jetzt benötigte man zuerst den Paradigmenwechsel. Dieser Wechsel zu alten Werten bezeichnete Kalbitz als „Vorwärts zurück“. Die Quintessenz dieses Paradigmenwechsels legte Kalbitz wie folgt fest: Erhaltung der Familie, Anti Gendermainstreaming, Bewahrung von Ethnie und Kultur.

Kein Systemwechsel

Dennoch fand Kalbitz an diesem Abend auch mahnende Worte. So gab er allen, die mit der AfD einen Systemwechsel durchführen wollten, eine Absage. „Wir sind der Defibrillator für die Demokratie“,  bezeichnete Kalbitz seine AfD und machte klar, dass er keinen inhaltlichen Unterschied zwischen Schulz und Merkel sehen würde. Die AfD solle sich mehr für die Demokratie einsetzen und Volksbegehren und -entscheide installieren.“Diese Verantwortung sei den Menschen zumutbar“, bemerkte Kalbitz und verteilte somit einen Seitenhieb an das Establishment.

Nieder mit dem Beutekapitalismus

Dann ging Kalbitz zum Thema Wirtschaftsform über und kritisierte zugleich den Kapitalismus, welchen er als Beutekapitalismus darstellte. Es sei wichtig zu wissen, dass immer weniger Menschen auf Kosten von immer mehr Menschen reicher werden. Die Probleme in Deutschland seien vor allem die vielen befristeten Arbeitsverhältnisse und die Vieljobber. Mit sozialer Gerechtigkeit hätte dies nichts zu tun. „Wir müssen die Wirtschaft neu denken“, sagte Andreas Kalbitz und sprach das Thema sozialer Wohnungsbau und Einkommensentwicklung an.

Ein Rundumschlag zum Schluss

Zum Ende des Abends sprach Kalbitz über die Beliebigkeit, welche durch linke Strömungen hervorgerufen würde. Er hielt ein Plädoyer für eine Außenpolitik auf Augenhöhe mit anderen Nationen und kritisierte die Osterweiterung der Nato scharf. Er führte fort, dass die Bildungspolitik nur noch Verblödungspolitik genannt werden dürfte und dass man endlich einen „Untersuchungsausschuss Merkel“ einberufen sollte.

Kalbitz beendete seine Rede mit den Sätzen: „Wir sind Deutschland“ und „Deutschland ist dort, wo starke Herzen sind“. Die Menge jubelte und stellte noch ein Dutzend Fragen. Die Zuschauer verließen den Saal zufrieden. Wir sind gespannt, was die JA Dresden in diesem Jahr noch organisieren wird. Vielleicht sind wir dann auch wieder dabei. Fakt ist: Dresden ist in jedem Fall eine Reise wert!

Did you like this?
Tip Yannick Noé with Cryptocurrency

Donate Bitcoin to Yannick Noé

Scan to Donate Bitcoin to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some bitcoin:

Donate Bitcoin Cash to Yannick Noé

Scan to Donate Bitcoin Cash to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send bitcoin:

Donate Ethereum to Yannick Noé

Scan to Donate Ethereum to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Ether:

Donate Litecoin to Yannick Noé

Scan to Donate Litecoin to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Litecoin:

Donate Monero to Yannick Noé

Scan to Donate Monero to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Monero:

Donate ZCash to Yannick Noé

Scan to Donate ZCash to Yannick Noé
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some ZCash:

Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

Werbung
Klicken um zu Kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2500
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Werbung

Beliebte Beiträge