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Menschen

Frauen – die härteren Kerle?

Wieso Männer mal hart sein dürfen und Frauen es locker sehen sollten

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22354_original_R_K_B_by_Dietmar Meinert_pixelio.deDie Fußball-EM ist grade vorbei und die Frau bleibt hilflos zurück. Ist das was man dort zu sehen bekommt wirklich der Mann von heute? Der Trendsetter, dem alle hinterhereifern sollten? Mit Männerdutt und Frisörkosten, die die einer Durchschnittsfrau weit übertreffen und mit Tränen in den Augen, nachdem ein Spiel verloren wurde? Die älteren erinnern sich noch lebendig an David Beckham als meterosexuelles Vorbild und Vorreiter für unzählige Männer, die sich Glitzerohrringe anschafften. Währenddessen tragen alleinerziehende Frauen Babytrage, Wasserkasten und Wickeltasche in den 5. Stock eines Hochhauses und beschweren sich keine Sekunde über ihre Rolle im Leben. Wurden Frauen mittlerweile zu den harten Kerlen, die sie immer gesucht, aber nie gefunden haben?

Was um Gottes Willen ist da passiert?

Die Entwicklung ist gewiss nicht in wenigen Worten zusammenzufassen, wurde sie doch seit vielen Jahren kontinuierlich vorangetrieben. Aktuelle Ereignisse, wie die Inkraftsetzung von Bildungsplänen vor allem in einigen Bundesländern, geben Anlass dazu zu befürchten, dass genau diese Entwicklung sich noch weiter so vollziehen wird, bis von dem, was man ursprünglich unter Männlichkeit verstand, nichts mehr übrig ist. Es scheint so, als sei diese Entwicklung nicht ein Selbstläufer, sondern politisch motiviert.

Prinz und Prinzessin

Vor wenigen Jahren war allen Kindern in der Grundschule völlig klar, dass es Jungen und Mädchen gibt. Jungen in blau und Mädchen in rosa? Jungen in Hosen und Mädchen im Rock? Weit gefehlt. Kinder werden heute schon im Kindergarten darauf vorbereitet, dass es die ursprüngliche Idee von zwei Geschlechtern nicht mehr gibt. Die Kinder werden dazu aufgefordert; Normalität zu hinterfragen um letztlich das Konstrukt von Geschlecht, zu durchbrechen. Sie werden aufgefordert Geschlechtsrollen zu tauschen, beispielsweise bei kleinen Theaterstücken, wo nicht mehr die Prinzessin sondern längst der Prinz wachgeküsst wird, und bleiben so ratlos und verunsichert zurück. Hinzu kommt, dass die absolute Mehrheit von Kindergartenbetreuern (über 90%) und Grundschullehrern (über 85%) weiblich ist. Zusätzlich verschwinden immer mehr Männer aus der Erziehung ihrer Kinder. Männlicher Einfluss spielt also schon im Kleinkindalter eine immer kleinere Rolle. Häufig ist keiner mehr da, der Baumhäuser baut, Mopeds repariert und Holz sägt.

Verweichlichte Männer

Hinzu kommt im Laufe des Lebens eine Gesellschaft, die Männern von Beginn an vermittelt, dass jedes Kompliment, jeder Blick und jedes nette Wort sehr schnell als sexuelle Belästigung verstanden werden kann. Man muss sich schon immer wieder fragen in welcher Welt wir leben, wenn Männer ein Kompliment mit „Darf man das noch sagen“ einleiten und mit diesem Vorstoß schon zu den ganz besonders Mutigen gehören. Grade jungen Frauen aus dem Ausland, die zu Gast in Deutschland sind, sind immer wieder negativ überrascht davon, dass egal wie sehr man sich Mühe gibt, keine Reaktion von Männern zu erwarten ist.  „Bin ich so hässlich für euch?“, höre ich oft. In aller Regel kann man dann beruhigen,  dass das bei uns nicht üblich ist und von vielen Frauen geradezu als Beleidigung empfunden wird, da sie befürchten nur auf „schöne Haare“, „tolle Augen“ oder „ein hübsches Kleid“ reduziert werden.

Wir Frauen sind mitschuldig

So ist also auch der weibliche Teil der Gesellschaft an der Situation alles andere als unschuldig. „Ich kann meinen Wasserkasten allein tragen.“ und „Nein du musst mir nichts abnehmen“ sind anerzogene Verhaltensweisen wie Männer, die auf offener Straße in Tränen ausbrechen, weil ihr Sportverein verloren hat. Aber müssen Frauen denn tatsächlich ihre Kraft, Stärke und Männlichkeit beweisen? Will Frau sich nicht auch einfach mal zurücklehnen, sich selbstverständlich die Tür öffnen, die Tasche tragen und den Mantel abnehmen lassen ohne Angst haben zu müssen, dass deshalb jemand davon ausgeht, dass sie allein nicht dazu in der Lage wäre?

Was sind das für Aussichten?

Geht die Entwicklung weiter, dann haben wir uns längst auf den Weg gemacht ein Einheitsgeschlecht zu entwickeln, bei dem jeder alles selbst macht und auf niemand anderen mehr angewiesen ist. Komplimente kann man sich schließlich auch selbst machen. Meine Damen: Niemand will euch etwas Böses. Niemand zweifelt daran, dass ihr wisst, wie man Türen öffnet. Nur weil ihr schöne Augen habt, heißt das nicht, dass jemand anzweifelt, dass ihr in Biophysik promoviert habt. Entspannt euch.Und liebe Herren: wir wollen uns auch mal anlehnen können. Das können wir besonders gut, wenn ich uns vermittelt, dass ihr den Drachen töten werdet. Ob euer Dutt dabei sitzt, ist uns herzlich egal.

 

Foto: Dietmar Meinert / pixelio

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