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Liebe & Sex

Die rechte Frau finden – Über das patriotische Online-Dating

Ohne Frauen geht es halt nicht, jedenfalls nicht, bevor wir uns klonen können. Auch wir Patrioten brauchen selbstverständlich Frauen, und deshalb kommen wohl oder übel auch wir nicht ums Online-Dating herum. Ich bin mal vorgeprescht und habe das Terrain erkundet.

Foto: Wachiwit Stock-Fotografie-ID:1163499163

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Ja, ich weiß, liebe Patrioten, der Incel ist stark in uns. Aber was nützt es? Ohne Frauen geht es halt nicht, jedenfalls nicht, bevor wir uns klonen können. Auch wir Patrioten brauchen selbstverständlich Frauen, und deshalb kommen wohl oder übel auch wir nicht ums Online-Dating herum. Ich bin mal vorgeprescht und habe das Terrain erkundet.

 

Es gibt, wer hätte es gedacht, tatsächlich eine Dating-Seite mit Alt-Right-Attitüde, namens „White Date“. Ich habe sie mal kurz gecheckt und muss davon eher abraten. Erst einmal sind da sowieso nur 10-20 deutsche Frauen registriert, zweitens ist sie unkomfortabel zu benutzen, drittens sind sogar die vorhanden Accounts wahrscheinlich zu 50% Fakes und viertens wird man das Gefühl nicht los, sich dort in einem Honeypot zu befinden.

 

Dann gibt die Dating-App „OKCupid“, bei der man seine politische Einstellung angeben kann. Optionen sind „links/liberal“, „politische Mitte“, „rechts/konservativ“ und „andere“. Man kann sogar auswählen, ob man findet, dass Merkel „gut für Deutschland“ sei oder nicht. Sogar, ob man über rassistische Witze lachen könne. Das fand ich super und natürlich erstellte ich mir da erstmal ein Profil und suchte nach rechten/konservativen Frauen in meiner Stadt.

Diese Suche lieferte nur ein überschaubares Ergebnis, mit folgender interessanter Zusammensetzung, nach Häufigkeit absteigend sortiert: Afrikanerinnen, Russinnen, Polinnen, Asiatinnen, Deutsche. Letztere zum großen Teil Russlanddeutsche. Mit einigen Russinnen habe ich mich getroffen und zum Teil richtig gut angefreundet. Auch mit einigen der konservativen deutschen Frauen habe ich mich unterhalten und getroffen.

Und leider, leider waren diese deutschen, konservativen OKCupid-Damen aus meiner Sicht so ziemlich alle — wie soll ich sagen? Sehr speziell. Es waren:

  • christliche Fundamentalistinnen
  • krasse Verschwörungstheoretikerinnen
  • Furien, die im ständigen Klinsch mit fast allem und jedem liegen

Dieses Phänomen so großer Exzentrik bei diesen rechten Damen erkläre ich mir so: Es liegt meiner Meinung stärker als bei Männern im Wesen der Frau, sich gesellschaftskonform und angepasst zu geben. Frauen nehmen in der Tendenz innerhalb ihrer Gruppe nur dann öffentlich eine geächtete Außenseiterposition (wie rechts sein) an, wenn ihnen bereits eh alles egal ist und sie denken, nichts mehr zu verlieren zu haben. Oder einfach etwas irre sind. Diese Erkenntnis gab mir eine neue Strategie ein: nämlich meinen Fokus mehr auf Frauen der politischen Mitte oder „andere“ Frauen zu legen. Hinter diesen Damen verbergen sich nämlich meistens ebenfalls konservative Frauen, die sich bloß nicht herausnehmen, das offen zuzugeben.

 

Doch, o Schande. Denn, liebe Leser, die lustigen Tage bei „OKCupid“ sind jetzt sowieso für mich vorbei. Denn mittlerweile habe ich meinen Account bei denen, tja, verloren! Wegen Hassrede.  Das kam so: Eines Tages kam ich dort mit einer jungen, rechten, sehr hübschen Israelitin in Kontakt. Wir verstanden uns sofort super, alberten herum und erzählten uns allerlei kantige, verbotene Witze. Wir tauschten Nummern, trafen uns noch am selben Abend. Und es war wirklich ein schönes Rendez-vous. Wir waren zuletzt sogar noch in einem linksextremen Zentrum und amüsierten uns köstlich über die ganzen komischen Leute da. Kurz und gut: das war so ziemlich mein bestes OKCupid-Date.

 

Aber auch mein letztes.

 

Am nächsten Tag hatten wir nämlich beide unsere „OKCupid“-Accounts verloren. „Verstoß gegen die Nutzungsbestimmungen.“ Später machte ich mir einen neuen Account; der war nach ein paar Tagen einfach so weg. Der dritte Account hielt nur wenige Stunden.

 

Was hat das jetzt zu bedeuten? Wahrscheinlich läuft das so, dass die Firma so eine Art Rasterfahndung hat. Wenn jemand angibt, weiß und rechts/konservativ zu sein und Merkel für nicht gut für Deutschland hält und eventuell auch noch Wörter wie „Moslems“, „Juden“, „Islamisierung“ oder Ähnliches tippt, dann liest sich fluchs ein Mitarbeiter dessen private Nachrichten durch, und löscht womöglich dessen Account. Könnte sein, dass „OKCupid“ auch mehr sophisticated vorgeht und die Chats durch eine KI prüfen lässt, die mittels Machine Learning auf Hatespeech abgerichtet ist. So macht es Google ja bereits, um den rechten Einfluss auf Youtube zurückzudrängen. Vielleicht setzt „OKCupid“ sogar Gesichtserkennungssoftware ein, um zu verhindern, dass sich bösartige Menschen wie meine israelische Freundin und ich sich einen neuen Account zulegen können, nachdem sie gelöscht wurden.

 

Über all die Implikationen, die das mit sich bringt, will ich gar nicht erst nachdenken. Dürfen die das überhaupt alles? Meine privaten Chats lesen? Meine (biometrischen?) Daten abspeichern? Was ist, wenn sie die Daten an irgendwelche Behörden weitergeben? Was ist, wenn sie durchgestochen werden? Das alles erinnert gewaltig an das Social-Credit-Score-System in China, das wir im Westen, wenn wir ehrlich sind, auch längst haben. Bloß eben über den Umweg der Social-Media- und Big-Tech-Firmen.

 

Falls Ihr es dennoch mal mit „OKCupid“ versuchen wollt, rate ich zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

 

  • Nicht angeben, dass man rechts ist, sondern nur, dass man eine »andere politische Einstellung« hat
  • Nicht irgendwo seinen Namen verraten
  • Nicht mit einer Emailadresse anmelden, über die man identifiziert werden kann
  • Nicht die Telefonnummern austauschen, nur die Threema- oder Signal-ID
  • Alle Wörter vermeiden, bei denen politisch-korrekte Zensoren Schnappatmung kriegen

 

Insgesamt möchte ich aber auch raten: Gebt erst mal nicht so viel darauf, wenn eine Frau sagt, sie sei links. Frauen (#notall) tun nämlich einfach alles, um Anerkennung und Bestätigung zu kriegen. Das weiß man spätestens dann, wenn man sich mal auf der Frauen-Seite Instagram umgesehen und den dortigen Wahnsinn mit den Likes und Kommentaren angeguckt hat. Und zu dieser nach Anerkennung und Bestätigung gierenden Attitüde gehört Linkssein einfach dazu. Daran ist erst mal nichts Schlimmes. Na gut, es gibt auch richtig krass linksextreme Frauen. Solche, die sich das ganze linksgrüne Ideenkonstrukt zur Lebensdoktrin und zum Fundament ihrer Identität gemacht haben. Bei denen ist dann Hopfen und Malz wohl wirklich verloren. Arme Geschöpfe.

 

Solch eine linksradikale Dame war einmal unglücklich in mich verliebt, und das führte so weit, dass es in regelrechtes Stalking bzw. sexuelle Belästigung ausartete (falls es sowas in umgekehrter Form überhaupt gibt?!). Alles Reden half nichts, und so sah ich mich leider gezwungen, meine Geheimwaffe zum Einsatz zu bringen …

 

„Ich hielt ihr meinen AfD-Parteiausweis unter die Nase.“

 

Das wirkte sofort. Der Schock, ein Monster geliebt zu haben, ließ sie sofort und für immer aus meinem Leben verschwinden. Obwohl es doch eigentlich heißt: „liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich es am meisten“, oder? Für sie galt aber wohl eher der Spruch von Rosa Luxemburg: „Der Charakter einer Frau zeigt sich nicht, wo die Liebe beginnt, sondern wo sie endet.“

 

Leute, ich sage Euch: Schon allein, um in Besitz dieses machtvollen Artefakts zu gelangen, dieser Superkraft, dieser real-life Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte namens AfD-Parteiausweis, rate ich Euch eines:

 

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Klausi
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Klausi

Witziger Artikel, aber das Wichtigste fehlt doch, seid Ihr nun ein Paar? 😀

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