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Sport & Gesundheit

Das Impf-Narrativ

Nach der Massenpanik nun die „Rettung“

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Die Verteilung des Impfstoffes gegen Corona geht los. Bundesweit wurden „Impfzentren“ eingerichtet, in denen Senior-Ärzte nochmal zur Spritze greifen und, zunächst beschränkt auf die Risikogruppen, die Bevölkerung durchimpfen wollen. Manche Ärzte forderten gar, wie jüngst in Bielefeld geschehen, im Rahmen von Demonstrationen eine beschleunigte, sogenannte Notzulassung, um noch schneller anfangen zu können. Jeder weitere Tag würde Leben kosten. Die Verteidiger des europäischen, etwas (!) langsameren EU-Zulassungsverfahrens argumentierten dagegen, nur ein sorgfältiges Verfahren schaffe ausreichend Vertrauen in den Impfstoff. Ist ein solches Vertrauen jedoch gerechtfertigt?

Die panischen Landesfürsten

Vor einiger Zeit war es wieder so weit: Kanzlerin und Ministerpräsidenten traten mit ihren neuesten Repressivbeschlüssen vor die Presse, nachdem die jüngsten Infektionszahlen stark in die Höhe geschnellt waren. Eine regionale Zeitung berichtete später, in den Gesichtern der Ministerpräsidenten habe sich „Panik“ gezeigt. Spätestens hier war der Moment erreicht, an dem der kritische Leser alarmiert sein sollte. Nein, nicht weil sie Situation offenbar so ernst wäre, dass sie Regierungschefs in Panik versetzt. Eher deswegen, weil jeder Bürger dieses Landes sich ernsthaft die Frage stellen sollte, ob er wirklich Landesfürsten an der Macht haben möchte, die angesichts einer Krankheit, die in den meisten Fällen in grippeähnlicher Weise verläuft und deren Sterblichkeitsrate – laut WHO – nur 0,03 % über der der Influenza liegt, in Panik ausbrechen – und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen. Der Autor dieser Zeilen weiß: Er möchte das nicht.

Der Panik-Moment der ehrenwerten Landesväter und -mütter macht jedoch auch noch etwas anderes deutlich: Es braucht keine „Verschwörung“, um die politische Führung dieser Tage zu jenem Handeln zu bewegen, welches sie derzeit an den Tag legt. Es reicht die simple, fast triviale Erkenntnis, dass weite Teile der politischen Führungsebene schlicht genauso von den kassandraesken Horrormeldungen der Mainstream-Medien und des RKI-Drosten-Zirkels beeinflusst werden wie weite Teile der Bevölkerung. Was freilich nicht bedeutet, dass es dahinter keine tiefer reichenden Interessen gäbe: Nicht geringe Teile der „Global Player“ – Pharmaindustrie, Amazon, Google, Gates und das übrige „Silicon Valley“ sowie der in diese investierende Finanzsektor – verdienen sich derzeit eine goldene Nase, während ebenso weite Teile der mittelständischen Wirtschaft zusammenbrechen.

Ökonomische Interessen

Finanzielle Interessen sind hier sehr klar am Wirken, sehr wahrscheinlich gar mit dem Ziel einer globalen ökonomischen Umwälzung. In den USA übernimmt mit Biden nun auch wieder ein Präsident die Macht, der genau diese Interessen vertritt, wie klar ersichtlich ist, wenn man allein die Aufteilung der Großspender während des Präsidentschaftswahlkampfes betrachtet. Während die Republikaner eher im Rüstungs- und im fossilen Energiesektor (also in den Wirtschaftszweigen „von gestern“ sowie in der klassischen Industrie) punkten, haben die Demokraten die Finanzindustrie, das Silicon Valley und die Wirtschaftszweige „von morgen“ hinter sich. Das birgt viel Aussagekraft über die künftigen Machtverhältnisse in den USA in sich – und vor allem darüber, dass der Trumpismus in der Republikanischen Partei langfristig wieder verschwinden wird (daneben nicht zuletzt auch im Zuge der demografischen Entwicklung der USA).

Deutsche Spitzenpolitiker dürften sich dieser Verhältnisse oft sehr bewusst sein; die zweite und dritte Garde dahinter und gewiss auch mancher Regionalfürst dürfte eher aus eben jener mediengeschürten Panik heraus handeln, die erfolgreich die Menschen im winterlich-eisigen Griff hält. Erstmals ist dabei auch reißerisch vom Schreckgespenst der „Triage“ die Rede, also davon, dass Ärzte entscheiden müssen, wer leben darf und wer sterben muss, wenn es so weitergeht. Zugleich halte Covid-19, auch dies wird immer wieder warnend postuliert, selbst bei milderen Verläufen möglicherweise drastische, gar neurologische Langzeitfolgen bereit, die das Leben selbst genesener Menschen dauerhaft verändern könnten (Beispiel: Fatigue-Syndrom – chronische Erschöpfung).

Zweierlei Maßstab bei den Langzeitfolgen

Abseits der wiederholt bekräftigten Tatsache, dass bei den Todeszahlen fast immer ignoriert wird, ob die Betreffen an oder eben nur mit Corona gestorben sind (so wie ein Krebspatient im Endstadium oft eben letztlich an einer Grippe bzw. einer durch diese verursachten Lungenentzündung stirbt), wird dabei gänzlich unterschlagen, dass auch schon bei vergangenen Grippe-Epidemien mit zehntausenden von Toten Kliniken ebenso an ihre Grenzen kamen – ohne dass dies derart reißerisch berichtet worden wäre. Auch die Tatsache, dass eben auch handfeste, besonders nicht-auskurierte Grippe-Erkrankungen drastische, ja lebensbedrohende Folgen und Langzeitschäden nach sich ziehen können, wird so gut wie gänzlich verschwiegen. Am aller bemerkenswertesten ist in diesen Tagen aber noch ein weiteres Missverhältnis – nämlich, dass bei Covid-19 massiv Ängste vor Langzeitfolgen geschürt werden, dass hinsichtlich des vielgepriesenen Impfstoffs aber niemand über dessen Langzeitfolgen redet.

Dies ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil die fehlende Kenntnis dieser und die Befürchtung, dass der Impfstoff solche nach sich ziehen könnte, kein Gegenstand wilder Verschwörungstheorien sind, sondern etwas, was ein Mitglied der Ständigen Impfkommission – also jemand, der es wissen muss – selbst so im Fernsehen und vor laufenden Kameras geäußert hat. Nun ist es zwar richtig, dass die möglichen Langzeitschäden im Falle von Risikogruppen, die die 80 überschritten haben, in der Tendenz eher zu vernachlässigen sind. Was aber, wenn, irgendwann im Frühjahr oder Sommer, die Massenimpfung der Jüngeren ansteht? Wird über diese dann immer noch nicht geredet? Im Zuge dieses Missverhältnisses gelangen wir langsam in eine Situation, in der die etablierten Medien nicht nur, wie bisher, als Lügen- und Lückenpresse ihre Verantwortung vernachlässigen, sondern in der sie durch ihr Schweigen womöglich zu gesundheitlichen Schäden der Bevölkerung beitragen. Denn eines ist klar: Selbst wenn der Impfstoff nicht über eine Notzulassung erlaubt wird, sondern über das reguläre Verfahren, so ist er immer noch eine Substanz, die, verglichen mit anderen medizinisch eingesetzten Substanzen, mit äußerst heißer Nadel gestrickt wurde – und zudem mit der Nadel der Gentechnik. Eine Erkenntnis, die so oder so – ob via Notzulassung legalisiert oder nicht – eine gehörige Skepsis der Bevölkerung nach sich ziehen sollte.

Viel Angst – und eine neue Erzählung

Doch: Dafür ist die Angst zu groß. Zu lange, zu eindrücklich, zu reißerisch wurde die Bevölkerung mit stetigen Warn-, Todes- und Horrormeldungen und Schreckensbildern bombardiert, zu dramatisch formuliert sind die Appelle der Politiker, die dem eigenen emotional-flehenden Ton wohl mittlerweile selber auf den Leim gehen. Der neue Impfstoff hat in dieser extrem emotionalisierten Situation, in der man bei manchen den Angstschweiß buchstäblich riechen kann, die narrative Funktion einer Wunderwaffe, die die lang ersehnte Rettung bringt, die unser Leben endlich wieder normalisieren soll, die uns endlich aufatmen lassen kann, die uns Oma und Opa zurückbringt, die uns soziales Miteinander, geöffnete Geschäfte und Kneipen und institutionalisierte allfreitägliche Schülerdemos zurückbringen kann. Dass der CEO der Entwicklerfirma Biontech, Ugur Sahin (mittlerweile einer der 500 reichsten Menschen der Welt), auch noch ein Deutschtürke mit wissenschaftlicher Bilderbuchkarriere zum Mediziner und Manager ist, schafft dabei ganz nebenher den Zuckerguss auf dem Kuchen des Impfstoff-Narrativs: Der gut integrierte Migrant, der Deutschland, ja gar Europa und Amerika vor der todbringenden Pandemie rettet. Eine Geschichte, reif für eine Hollywood-Verfilmung – oder zumindest einen sonntäglichen ARD-Abendfilm.

Dabei geböte es die Erfahrung durchaus, einmal innezuhalten, tief durchzuatmen und die Panik beiseite zu schieben, um nicht als Gesellschaft vom Corona-Regen direkt in der Impf-Traufe zu landen. Erfahrungen mit potenziell gefährlichen Impfstoffen und Medikamenten hat die Menschheit reichhaltig aufzuweisen, wie derzeit gern vergessen wird, während man nach der Rettung aus der „Pandemie“ lechzt. Skeptiker gegen überhastetes oder gar unnötiges Impfen sind dabei seit langem schon, wie heutige Querdenker und Corona-Skeptiker, als „Leugner“ und „Verschwörungstheoretiker“ verschrien, die die seriöse Wissenschaft ablehnten und daher nicht ernst zu nehmen seien. Dabei zeigt gerade ein Blick in die Pharma-Geschichte, wie fatal sich überhastete Entscheidungen in dieser Branche zuweilen ausgewirkt haben.

Allergien und Autismus

Schaut man in die jüngere Vergangenheit, so machte hier vor allem eine medizinische Debatte über Schweinegrippe-Impfstoffe Schlagzeilen. 2010 wurden in der EU fünf Impfstoffe zugelassen: Vier der fünf enthielten sogenannte Adjuvanzien, also Immunverstärker bzw. „Booster“. Diese sind in den – ansonsten, etwa im Bereich grüner Gentechnik recht freigiebigen – USA nicht zulässig, da sie neurologische Schäden und das – sich zuweilen drastisch auswirkende – Guillain-Barré-Syndrom auslösen können (ebenso wie auch Allergien). Mehrere Kommissionen und Verbände empfahlen, Impfstoffe mit Adjuvanzien bei Kindern und Gruppen, für die diesbezüglich keine Studien vorliegen, nicht anzuwenden. Eine Studie zeigte in diesem Zusammenhang auch Korrelationen zum sogenannten Golfkriegssyndrom auf. Eine Auswirkung auf die Zulassungspraxis der – beim Corona-Impfstoff auch wieder zuständigen – EU hatte dies bemerkenswerterweise nicht. Und dies, obwohl im Folgezeitraum in den USA immer wieder medial aufsehenerregende Fälle von mysteriösen neurologischen Symptomen (Dystonien etc.) auftraten, die sich oft auch als Begleiterscheinungen bekannterer, chronischer neurologischer Erkrankungen manifestieren.

Bis zu 5 % der Bevölkerung sind zudem gegen eine als Konservierungsmittel wirkende Quecksilberverbindung im Impfstoff (Thiomersal) allergisch, weswegen dieser bei kleinen Kindern nicht mehr verwendet wird. Früh hatte auch schon der prominente Impfgegner und nun auch als Corona-Skeptiker bekannt gewordene Aktivist und Gründer des Projektes „Children‘s Health Defense“, Robert F. Kennedy Jr., davor gewarnt, dass Thiomersal bei kleinen Kindern zu neurologischen Schäden führt und Autismus begünstigt. Man darf hier durchaus in Zweifel ziehen, dass derlei komplexe Detailfragen, die letztlich nur durch eine längere und ausgiebige medizinische Beobachtung überhaupt zu erkennen sind, bei den Corona-Impfstoffen hinlänglich erforscht wurden, zumal Kennedy auch eindringlich auf Impfschäden durch die Stiftung von Bill und Melinda Gates (die nachweislich u. a. linksliberale Einheitsmedien wie den SPIEGEL sponsort) hingewiesen hat. Furore machte Kennedy auch mit seiner Warnung vor Gates‘ Chip-Verabreichung, mit der er einen globalen Überwachungsstaat kommen sieht. Jeder, der sich nur einmal die Mühe macht darüber zu reflektieren, wie viele Daten Google, Facebook und Microsoft (Windows 10!) von den Nutzern so abgreifen, der sieht, dass mindestens letzteres wahrlich nichts unrealistisches mehr ist.

Grundsätzliche medizinisch-historische Erwägungen kommen bei der Debatte um Impfungen regelmäßig zu kurz: Wer auf den Zusammenhang zwischen Massenimpfungen einerseits und einem klar erkennbaren Anstieg von Allergien sowie zudem Autismus bei Kindern innerhalb der letzten Jahrzehnte hinweist, gerät unter mindestens sozialen, im Falle von Medizinern gar beruflichen Druck. Um einen der prominentesten Fälle zu nennen: 1998 hatte die britische Wakefield-Studie auf eine Korrelation zwischen dem MMR-Impfstoff (gegen Masern, Mumps und Röteln) und der Entstehung von Autismus hingewiesen. Die Folge war eine beispiellose Kampagne gegen die dreizehn Urheber der Studie, im Zuge derer zehn der Betreffenden vor dem Druck kapitulierten und zurückruderten, nachdem dem federführenden Forscher und Arzt Andrew Wakefield zur Last gelegt worden war, dass er Geld seitens Anwälten erhalten hatte, die Eltern autistischer Kinder in Prozessen gegen den Hersteller des MMR-Impfstoffes vertraten, was ihm als „Interessenkonflikt“ ausgelegt wurde. Von Fällen, in denen Ärzten oder Klinikbetreibern, die geschäftlich gut mit Impfstoffherstellern vernetzt sind, Interessenkonflikte vorgeworfen wurden, ist dagegen erwartbarer Weise nichts bekannt. Medial-investigative Aktivitäten richten sich hier stets nur in Richtung der Impfkritiker, nicht aber der Befürworter. Die EU selbst finanzierte in der Folge Gegenstudien, die natürlich zu dem gewünschten, die Allgemeinheit beruhigenden Ergebnis kamen. Inwieweit Teile der EU-Bürokratie mit der Pharmaindustrie vernetzt sind, fragt bis heute jedoch kaum jemand.

Intensive Aufklärungsarbeit nötig

Ersparen wir es uns, noch auf weitere Fälle teils massiv schädlicher pharmazeutischer Produkte (Stichwort: Contergan / Thalidomid) einzugehen, welche allgemein bekannt sein sollten. Die Geschichte des Impfens ist, so lässt sich subsumieren, eine Geschichte vieler Fehler; eine Geschichte mächtiger finanzieller Interessen und moderner, aber oftmals naiver und überhasteter Wissenschaftsgläubigkeit; eine Geschichte der Interessenkonflikte und des politischen und sozialen Drucks und nicht zuletzt: eine Geschichte der Angst, der Massenpanik und der medial geschürten Hysterie, die mit Corona ein neues Zenit erreicht hat. Spätestens, wenn die initiierte Durchimpfung der Bevölkerung die jüngeren Generationen erreicht, deren Vertreter in ihrem Lebensalter noch zum Opfer potenzieller Langzeitschäden der Impfstoffe werden können, wird intensive Aufklärungsarbeit vonnöten sein, um angstgesteuerte gesundheitliche Selbst- und Fremdschädigungen zu verhindern.

Florian Sander ist Soziologe und Politikwissenschaftler. Er ist Mitglied der Landesprogrammkommission und des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik der AfD NRW sowie Kreisvorsitzender der AfD Bielefeld und Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld. Er schrieb u. a. für 'Le Bohémien', 'Rubikon', 'Linke Zeitung', den 'Jungeuropa'-Blog und 'PI News', ist inzwischen Autor für 'Arcadi', 'Sezession', 'Glauben und Wirken', 'Wir selbst' und 'Konflikt' und betreibt den Theorieblog 'konservative revolution'.

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