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Das Ende des Drachenlords?

Was bedeutet die Entscheidung gegenüber dem Drachenlord für andere YouTuber und Streamer?

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Für jene, die den häufiger kontrovers diskutierten Youtuber „Drachenlord“ bereits seit längerem verfolgten, schien klar, dass sich im Januar diesen Jahres bezüglich seiner Aktivitäten etwas verändern würde. So standen z.B. bereits seit längerem Klagen gegen ihn an, die es vor Gericht geschafft hatten. Anlass zu Konsequenzen hatte es schon seit längerer Zeit gegeben, so auch ein Angriff mittels Pfefferspray gegen einen Besucher seines Hauses – unter seinen Kontrahenten spaßvoll als „Drachenschanze“ betitelt – der an seinem Maschendrahtzaun rüttelte. Infolgedessen und weiterer körperlicher Vergehen gegen seine Widersacher, die oftmals als unverhältnismäßig eingeschätzt wurden, sprachen einige Akteure des „Drachengames“ bereits von der Gerichtsstaffel. Seit Jahren bezeichnet man einzelne Abschnitte seines Wirkens im Internet als Staffeln. Auch schon die Zerstörung seiner Fensterscheiben wurde bereits als „Entglasungsstaffel“ betitelt.

Bisweilen aber war die Person hinter dem Charakter Drachenlord, zwar des Öfteren in seinem Privatleben durch häufige Besucher bedrängt, in seiner Existenz jedoch nicht tatsächlich gefährdet, da seine bisherige Geldquelle, YouNow, aus der er seinen Angaben zufolge bisher sein Leben bestritt, stabil geblieben. Doch offenbar scheint hiermit jetzt auf kurz oder lang Schluss zu sein, nachdem die Bayerische Landes-Medienanstalt (BLM) ihm sein Streamingformat untersagt hat. Vorausgegangen war das abgelehnte Ersuchen nach einer Rundfunklizenz, die in Deutschland benötigt wird, wenn ein Streamer mit hoher Regelmäßigkeit streamt und dabei in der Lage ist, über 500 Personen auf einmal deutschlandweit zu erreichen. Man sah gewisse Standards bei ihm nicht vorhanden. Im hohen Maße dürfte dazu beigetragen haben, dass er seinen zuvor auf PornHub eröffneten Kanal, einer einschlägigen Pornovideoplattform, öffentlich vor einem minderjährigen Publikum bewarb. Das ist aus Sicht des Jugendschutzes äußerst bedenklich und aus diesem Grunde wurde ihm bereits sein vorher erstellter Kanal auf der Plattform Discord gelöscht.

Doch wie wird es denn nun mit der Person Rainer W., welche sich hinter dem Charakter „Drachenlord“, oder seit neuerem „Drache Offiziell“ befindet, weitergehen? Schließlich dürfte auf ihn in Folge seiner Strafsache eine hohe Geldstrafe winken, zu deren Begleichung ihm nun das nötige Einkommen fehlt. Schließlich hatten ihm Spenden über die Streamingplattform laut Zuschauerberichten zufolge über 1000€ Monatlich eingebracht. Für hohe Einnahmen über seinen Youtube-Kanal fehlen ihm da die ausreichenden Aufrufzahlen und auch der Anlauf seiner Pornokarriere dürfte sich für den stark übergewichtigen Mittelfranken eher schwierig gestalten. Er selbst teilte dieses Verbot in einem Stream am 01. Februar diesen Jahres unter Tränen mit und gab seinen „Hatern“ dafür die Schuld, diese hätten einen Antrag für eine Streaminglizenz an die BLM gefälscht – dass er als bekannte Person möglicherweise auch so in den Fokus dieser geraten wäre, lässt er dabei außer Acht, genauso wie seine Verfehlungen gegenüber dem Jugendschutz, die seine Qualitäten als lizensierten Streamer schmälerten.

Doch nun scheint er wieder da zu sein und so ging er jeweils am 08., 10. und am 12. Februar über YouNow ans Netz; die Anschuldigungen der BLM seien nicht haltbar. Zunächst einmal erklärt er, dass nicht er den Antrag zur Prüfung eingereicht habe, sondern unbekannte Dritte. Dazu käme, dass auf dem Bescheid das „Fernsehprogramm Drachenlord“ vermerkt sei: „(…) in meinen Streams habe ich nie etwas wegen Drachenlord gemacht. Es ginge immer um Drache Offiziell“. Zwei weitere Punkte könne er nur halb entkräften, er würde seiner Auffassung nach nicht regelmäßig Streamen, weil er sich keinen festen Zeiten unterwerfe, ebenfalls handele es sich nicht um eine bundesweite, sondern um eine „weltweite“ Ausstrahlung. Die Rechtsanwaltskanzlei WBS-Law, welche gegenüber ihm  eine rechtliche Vertretung abgelehnt hätte, betitelte er indes als „Hater“, die sich nur an seinen Aufrufezahlen hochziehen wollten. Doch auch seine Aussage, er wäre nie unter dem Pseudonym „Drachenlord“ auf YouNow online gegangen ist schlichtweg falsch, denn als er seine Streamingkarriere im Jahre 2015 begann, tat er dies unter dem Namen „Drachenlord1510“.

Wie schon in seiner Einschätzung, er müsse keine Strafe für einen Angriff mittels Reizgas gegen einen Besucher, der an seinem Zaun „gefährlich ruckelte“ zahlen, dürfte er sich auch dieses Mal mit der juristischen Sachlage verschätzen. Schließlich betrifft dieses Verbot nicht einen fiktiven Charakter, sondern ihn als Person, die von der BLM als „nicht den Qualitäten entsprechend“ bezeichnet wurde, um nur ein Argument zu widerlegen. Für jene, die ihre Inhalte in Form von Videos und Analyseschriften über Rainer W. generierten und so hohe Zuschauerzahlen hinter sich vereinten, wird es schon irgendwie weitergehen.

Fraglich bleibt es z.B. mit anderen Formaten von YouTube und YouNow.  Gerade auch im alternativen Spektrum wären viele Meinungsmacher betroffen. Vor einiger Zeit erwarb der YouTuber Gronkh eine Rundfunklizenz und konnte seine Arbeit fortführen. Das wäre natürlich das Aus für freie hobbymäßig ausgeführte Streamingangebote, welche die politische Informationswelt durchaus bereichern können.

Weiterhin sei es nicht trivial, eine solche Lizenz zu erwerben, häufig sei – so Christian Solmecke der Kanzlei WBS-Law – der Antrag mit einem sehr hohen Aufwand verbunden, der in seiner Komplexität ein Fall für den Juristen sein würde.

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Irgendjemand könnte mal Gronkh und seine Kifferkumpanen bei der portugisischen Polizei anschwärzen.
Da er ja jetzt dort auf Madeira lebt und in seinen Video regelmäßig unter Drogen steht.

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