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Musik

Black Metal – Eine Szene wehrt sich gegen linken Gesinnungsterror

„There is something about the rigid posture of a proper, authentic blind. As ifextended arms reached to pass his blindness onto others.“
(Mgła: Excercises infutility booklet)

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Trotz massivem Widerstand war die US Tour der Finnen von Horna ein voller Erfolg. (Quelle: Kryptir Photography)

Wir schreiben den Beginn der 90er Jahre. Eine Welle von satanisch motivierten Straftaten flutet über Nordeuropa. Von Skandinavien, über Deutschland, bis tief in die ehemaligen Ostblockstaaten hinein brennen Kirchen, werden Gräber und Leichen geschändet und Morde von den jungen Anhängern der Black Metal Szene begangen. Das Epizentrum des Bebens liegt in Norwegen, bei Bands wie Mayhem und Burzum, welchen ihre Fans in aller Radikalität nacheifern. So weit, so bekannt. Die Anfangszeit der Szene wurde bereits unzählige Male aufgearbeitet, am prominentesten und erfolgreichsten sicher in „Lords of Chaos“, doch auch Heerscharen von Feuilletonisten versuchen sich immer wieder in Analysen. Die aktuelle Verfilmung des Buches von Sønderlind und Moynihan wärmt die altbekannten Skandale wieder einmal für den Mainstream auf.

Black Metal, ein zahnloser Tiger?!

Bei einer solchen Kommerzialisierung kommt der geneigte Beobachter nicht um die Erkenntnis herum, dass die Black Metal Szene inzwischen wohl den Großteil ihrer einstigen Radikalität verloren hat. Varg Vikernes, anno dazumal berüchtigter Mörder und Brandstifter, heißt inzwischen Pascal Cache, lebt in Frankreich und verdient sein Geld als Youtube Star. Meist in seinem in SS Tarn lackieren Jeep sitzend, philosophiert er über Permakultur, Prepper Themen oder tagesaktuelles Geschehen. Adam „Nergal“ Darski, Kopf der polnischen Band Behemoth, hat es sich hingegen scheinbar zur Aufgabe gemacht, Instagram Influencer zu werden. Adam beim Tätowierer, Adam beim Barbier, Adam beim Yoga, alles wird mit den wissensdurstigen Fans geteilt. Große Labels reißen sich um finanziell vielversprechende Acts, Streitereien werden gerne publikumswirksam in sozialen Medien ausgetragen und man ist natürlich gegen das Christentum, aber keinesfalls gegen dessen monotheistische Geschwister.

Black Metal ain´t dead yet

Die Frage danach, wie die Radikalität der Pioniere des Genres bewahrt werden könne, ist fast so alt wie die Szene selbst. Und wagt man einen Blick hinter die schwarz glitzernde Fassade der Bestseller Bands, mag sich noch so mancher Abgrund offenbaren. Insbesondere in Finnland und Polen tummeln sich allerhand Kapellen, welche mit Vergnügen auf gesellschaftliche Normen und Vorstellungen spucken. Die vor einigen Jahren im „Ablaze“ angestoßene Diskussion, ob aufgrund der aktuellen Situation nicht vielmehr der Islam als Religion angegriffen werden sollte, gegen das Christentum zu sein ist inzwischen ja nur noch Prügel für ein totes Pferd, fasst die Neuausrichtung dieser Bands gut zusammen. Das diese Haltung den politkorrekten Metalbrüdern sauer aufstößt, ist offensichtlich.

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt…!“

Gerne wird über abstruse Verbindungen a la „der Drummer hat vor 10 Jahren bei einem Nebenprojekt mal über ein Label veröffentlicht welches auch CDs von XY verkauft, die vor 20 Jahren mal was Böses gesagt haben“ eine entsprechende Haltung konstruiert. Solche Argumentationswege bringen, konsequent durchdacht, so gut wie jede Band in den Verdacht einen Hitler Altar auf dem Nachttischchen zu haben. Das im Black Metal auch gerne mal kernige und provozierende Aussagen getätigt werden macht diese Konstruktion nur noch leichter. Und tatsächlich geht es in den meisten Fällen nicht um den künstlerischen Ausdruck, weder um Musik noch um Texte, sondern um die Privatpersonen hinter den Projekten. Etablierte Szenemedien und Labels stehen in der Regel nur den Bands als Apologeten bei, welche entweder saftige Einnahmen garantieren, oder persönliche Lieblinge der Redakteure sind.

Widerstand regt sich

Die umstrittene Band Mgła bei einem ihrer Auftritte. (Quelle: Photophobia.eu)

Steht eine Band im Verdacht unsaubere Gedanken zu pflegen, versucht die Antifa zumeist die Touren der entsprechenden Gruppen zu sabotieren. Veranstalter erhalten Drohmails und Anrufe und müssen neben Sachbeschädigungen auch damit rechnen, dass ihre Lokalität zukünftig boykottiert wird. Schnell wird ein antifaschistisches Statement auf Facebook gepostet, die Band ausgeladen und sich umfassend entschuldigt, man wusste ja nichts von all den Vorwürfen. Das dieses Verhalten bei den meisten Fans, welche einfach nur die Musik genießen wollen, auf Unverständnis stößt, ist offensichtlich. Gab es bereits vor Jahren Patches mit Aufdrucken wie „Antifa – Finger weg vom Black Metal, oder wir brechen sie euch!“ zu kaufen, beginnt sich diese Wut nun zunehmend in der digitalen und analogen Welt zu kristallisieren.

Suomi Finland Perkele

So beispielsweise vor wenigen Monaten bei der finnischen Band Horna. Die Veteranen des finnischen Black Metal genießen Kultstatus in der Szene und sind für ihre intensiven, und aufgrund des Alkoholspiegels manchmal unfreiwillig komischen, Auftritte bekannt. Kurz vor Beginn der US Tour mobilisierten die Bessermenschen auf der anderen Seite des Teiches eine Schmierkampagne, welche fast sämtliche Clubs dazu veranlasste die Band auszuladen. Was zunächst wie ein sicherer Todesstoß für die Tour schien, entpuppte sich als Glücksfall. Durch das Engagement zahlloser Fans und Unterstützer konnten die Finnen ihre Tour doch spielen. Fand sich kein neuer Club, wurde das Konzert auch mal auf einem Hinterhof durchgezogen. Fast täglich dankte die Band ihren Fans online für rappelvolle Shows und den Einsatz.

Auch in Deutschland?

In einer ähnlichen Situation fand sich Anfang Mai die polnische Band Mgła. Die Musik der Krakauer Truppe klingt wie der vertonte Nihilismus, die Musiker tragen schwarze Stoffmasken und sind nie durch zwielichtige Aussagen aufgefallen. Allerdings war der Sänger vor Jahren an einer Albumproduktion der rechten Band Infernal War beteiligt und auch das finnische Label der Polen fiel mehrmals durch nationalistische Aussagen auf. Das war Grund genug für wachsame Sittenwächter, auch diese Tour zu torpedieren. Das Konzert in Berlin wurde sechs Stunden vor Beginn abgesagt, andere Clubs zogen nach. Unter einem Statement der Band auf Facebook, in welchem sie die Hetzkampagne verurteilten, entspann sich eine hitzige Diskussion zwischen Fans und Gegnern.

1:0 für Mgła

Doch ähnlich wie bei Horna zeigte der Protest auch hier nicht die gewünschte Wirkung. Schon bald wurden Ersatzkonzerte organisiert, in Wien spielte die Band zweimal an einem Tag, unterm Strich kam sogar ein zusätzliches Konzert hinzu! Ausländische Besucher wurden aufgefordert, die Berliner Location auf Schadensersatz zu verklagen, wodurch ein immerhin fünfstelliger Betrag zusammen kommen könnte. Und auch im Internet wurde deutlich, dass die Antifa mit dieser Aktion keinen Sympathiegewinn verzeichnen konnte. Fans aus aller Welt solidarisierten sich mit Mgła und führten den linken Kommentatoren nur zu deutlich ihre Doppelmoral vor Augen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser neu entdeckte Aktionismus der Black Metal Szene zukünftig erhalten bleibt.

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Hendrik Marzi
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Hendrik Marzi

Ja aber insgesamt muß man schon sagen, es gibt verdammt wenig gesellschaftlichen Widerstand gegen die antifa-stasi. Viel aus dieser vertrottelten Jugend, gehören sogar zum diffusen Sympathisanten Umfeld des Rotfrontkämpferbundes und hat keinerlei Probleme mit dem zunehmend links totalitären Klima hier in Deutschland und auch im gesamten Westen. Man kann also, mit Blick auf 1933 sagen, das Prinzip, scheint hier immer wieder zu funktionieren. Eigentlich erschreckend.

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