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Politik

Björn Höcke/ Sebastian Hennig: Nie zweimal in denselben Fluss. Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Hennig

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Rechte bei Björn Höcke

Selten gibt es im politischen Diskurs Personen, die über einen längeren Zeitraum hinweg derart zu polarisieren vermögen wie Björn Höcke. Von den einen mit perfidem Psychoterror und wütenden Hetzkampagnen verfolgt, von anderen mit frenetischem Beifall bejubelt, sorgt sein Auftreten für extrem zwiespältige Reaktionen und stößt Grundsatzdebatten an, die man bislang in der BRD vermisste.

 

Dieses Buch wird für viele Leser eine Enttäuschung darstellen. Zu nennen wären insbesondere Linke, die hoffen, dass hier ein rassistischer, hasserfüllter Hitler 2.0 seine gutbürgerliche Maske fallen lässt. Außerdem werden sich auch die Erwartungen rechtsextremer Leser nicht erfüllen, die gern mit Genugtuung ein eben solches Urteil über Björn Höcke gefällt hätten. Auch der oberflächlich interessierte Leser, der darauf aus ist, genüsslich den Kopf über die gelesenen Ungeheuerlichkeiten zu schütteln, kommt wohl kaum auf seine Kosten.

Vielmehr hält der Leser das Portrait eines nachdenklichen und sensiblen  Mannes in den Händen, der sich, aus dem Lehrberuf kommend, eher widerstrebend auf das Feld der Politik begeben hat, um seinen Visionen für die Zukunft unseres Landes Gestalt zu verleihen. Eine Vielzahl biographischer Aspekte bildet mit anregenden Reflexionen über die Natur des Menschen und die kulturelle Verwurzelung der Deutschen eine gelungene Synthese, an deren Ende der unbedingte Wille steht, unserem Volk eine Alternative zum Aufgehen im globalen Multikulturalismus zu ermöglichen. Hierbei findet er mitunter harte und deutliche Worte, um die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Wende der derzeitigen Verhältnisse zu betonen. Bei allen konservativen Tönen sind seine Vorstellungen für die Zukunft keineswegs dogmatisch, sondern weisen einen wahrhaft demokratischen und selbstbestimmten Weg für unser Volk. Dass er letzteres keineswegs aufgrund biologistischer Grundannahmen definiert, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Argumentationen – Höcke ist ein klassischer Bildungsbürger und betrachtet den Menschen mit Arnold Gehlen als Kulturwesen, dessen geistige Beschaffenheit sich aus einem reichen Schatz an Geschichte, Mythen und Kulturtechniken speist.

Extremismus aller Art erteilt er konsequent eine Absage – vielmehr sieht er auch den Hass, der seiner Person mitunter entgegen schlägt als Ausdruck der tief sitzenden Spaltung des Volkes, die es zu heilen gilt und plädiert für Humanität, Dialogbereitschaft und Vergebung für begangenes Unrecht.

„Nie zweimal in denselben Fluss. Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Hennig“ erschien im Juni des Jahres 2018 im Manuscriptumverlag. Das 306 Seiten umfassende Buch ist für 18,90€ erhältlich.

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