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Stil & Mode

Bionade-Bourgeoisie bläst zum Klassenkampf gegen „von Floerke“-Proletentum

Eine neue Eskalationsstufe ist im Von Floerke Streit erreicht

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Schirrmacher hat nichts zu verlieren als seine Ketten. So schien es, als er den ersten Livestream startete. Seitdem soff, rauchte und pöbelte er sich durch etliche Livestreams (Wir berichteten).

Er holte sein Jagdgewehr raus, lieferte, proportional zu seiner Trunkenheit, irrwitzige Rabatte auf seine Waren, er machte Witze über alles und Jeden: Frank Thelen, Frauen, sich selbst, die eigene #Ginsolvenz, Lieferengpässe, nochmal Frauen und ganz schlimm: Feministinnen. In deren Visier gerät er nun, genauer gesagt in das Visier der Postille „Gründerszene“, die sagt nämlich, er müsse jetzt aufhören, er richte nämlich Schaden an. Wo, das sagen sie nicht, aber wahrscheinlich im Seelenhaushalt des Kreuzberger Soja-Latte-Journalismus.

Autor Caspar Tobias Schlenk (Ja, er heißt echt so.) sagt nämlich: „Am Weltfrauentag vergab er den Rabattcode Schlampe40. Als eine Kundin ihm drohte, ihn wegen eines sexistischen Witzes anzuzeigen, soll er ihre Adresse und Telefonnummer veröffentlicht haben. Auch der Umgang mit seiner Frau („Schmink dich lieber!“) ist abstoßend. In seinem Rant fabulierte er zudem über die sexuelle Orientierung von Frank Thelen. Aus Unterhaltung wurde vor allem Fremdscham.“

Lieber Caspar Tobias, klar, mit der Adresse schießt Schirrmacher übers Ziel hinaus, aber was passiert da jetzt? Rennt ihr eine Armee von angry white men die Bude ein? Wird sie unter „Hexe! Hexe!“-Rufen mit Fackeln und Mistgabeln durch die Stadt getrieben? Wohl eher nicht. Auch der Spruch zu seiner Frau war eindeutig scherzhaft, wie die pubertären „Frank Thelen ist schwul? Das habt ihr gesagt!“ – Sprüche. Zur Erklärung: Auch wenn David Schirrmacher sagt, dass Feministen sein Internet gehackt haben und er seine Frau und seine Anwältin blockiert hat, weil die unter einer Decke stecken, meint er das höchstwahrscheinlich nicht ernst. Wenn Du schreibst „Aus Unterhaltung wurde Fremdscham.“ impliziert dies, dass Du jemals davon unterhalten warst, das kauft Dir mit dem Artikel niemand ab. Eher scheint es, als seist Du in Deiner verstockten, linksliberalen Feminismus-Filterbubble gar nicht in der Lage, den eigentlichen Unterhaltungswert in Schirrmachers Schwachsinn zu erkennen.

Der entsteht nämlich in dem Spannungsfeld zwischen „Markus Molitor ist ein hervorragender Lagenwein aus dem Mittelmoselgebiet“ und „SCHLAMPÖÖÖ40 GIBT EUCH VIERZIG PROZENT RABATT! BEI 500 BESTELLUNGEN HOLE ICH DIE KNARRE RAUS UND SAUFE DURCH DEN LAUF!!!“ Das muss man nicht mögen und ganz sicher nicht befürworten, wenn man sich wie Du fremdschämt, kann man den Stream übrigens auch abstellen. Diese „Was mir nicht gefällt gehört abgestellt“-Mentalität ist jedenfalls wesentlich kindischer als jedes Live-Besäufnis.

Vielleicht kannst Du auch einfach nicht verzeihen, wie Schirrmacher mit 2 Promille zum Weltfrauentag nochmal schnell das Gender-Pay-Gap widerlegt, ist ja eine der liebgewonnensten feministischen Lebenslügen. So oder so – schmink Dich lieber!

 

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