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Kino & Fern

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Der berühmte Gallier kehrt zurück

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Schwierige Nachfolge, aber die Dorfgemeinschaft bleibt stabil.

Im Kino läuft aktuell „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“, welcher wie sein Vorgänger, Asterix im Land der Götter, als Animationsfilm produziert wurde. Der neue Film beruht im Gegensatz zu ersterem aber nicht auf einem Comic (Asterix – Die Trabantenstadt), sondern wurde eigens fürs Kino kreiert. Allerdings wurde ein Comic zum Film veröffentlicht. Zuletzt waren der kleine Gallier und sein „dicker“ Freund in Italien unterwegs und haben dort alles gewaltig auf den Kopf gestellt (vgl. Arcadi 2/2018).

Die Handlung des Films ist schnell erzählt. Der Dorfdruide Miraculix verletzt sich und beschließt zusammen mit Asterix, Obelix und dem jungen neu auftretenden Mädchen Vitrine einen geeigneten Nachfolger ausfindig zu machen, dem er seine Rezeptur für den Zaubertrank anvertrauen kann. Später schließen sich noch die anderen männlichen Dorfbewohner der Reise an, womit die Frauen die wichtige Aufgabe der Dorfverteidigung übernehmen. Der abtrünnige Druide Dämonix versucht sich indessen die Formel von Miraculix anzueignen und spinnt dazu hinterhältige Intrigen und schließt des Weiteren sogar einen Pakt mit Cäsar.

Das stellenweise witzige Abenteuer kann dabei Kinder durch Slapstick, Druiden-Casting und dem besonderen Zusammenspiel zwischen Verleihnix dem Fischverkäufer und Automatix dem Schmied unterhalten, während die Erwachsen eine schöne Nostalgie geliefert bekommen, welche sich an den Comics orientiert, wie beispielsweise das Auftauchen der Piraten – natürlich darf man auch bei den anderen Stellen lachen.

Dabei trägt der Film auf seine ganze eigene Art und Weise etwas zum Asterix-Mythos bei, wie es auch die anderen Geschichten taten. Vor allem wird der widerständige Geist der Dorfbewohner betont, welcher sich auch in ihren Kindern ausdrückt. Denn diese Kinder, so Miraculix, würden sich Eindringlingen widersetzen und deren Kinder ebenfalls, wie dies die Gallier nun einmal tun.

Dass dieser Widerstand einer sympathischen Dorfgemeinschaft in den Redaktionsstuben von Alfonz (1/2019) mit ihrem „Anti-Asterix-Ressort“ – sollte vermutlich witzig sein – nicht jedem passt, ist dabei schon obligatorisch. Natürlich muss es dies auch nicht, aber gewisse links gepolte Redakteure würden wahrscheinlich erst die „Sektkorken“ knallen lassen, wenn das Dorf von der Bildfläche verschwunden und nur noch ein unbedeutender austauschbarer Teil im Imperium Romanum wäre. Oder wahlweise wenn die Bewohner den Geist der diversity aufnehmen und unweigerlich ihren Charakter und Charme verlieren würden.[1] Dies ist zum Glück in diesem Kino-Abenteuer noch nicht der Fall.


[1] Wobei man festhalten muss, dass auf dem Titelbild der vorigen Alfonz (4/2018) Asterix und Obelix prangte. Und in derselben Ausgabe hielt ein linker Autor fest: „Der kleine Gallier war nicht nur was die Comickultur anbelangt der beste Verteidiger gegen die `mondialisation´, den Verlust französischer Eigenart gegenüber der Allerweltskultur.“ Sondern „der gezeichnete Widerstand gegen die globalisierte Kultur“ und „wurde selber zum kulturellen Globalisierungseffekt.“ Asterix wurde „Teil unserer Alltagskultur.“ Diese Ausführungen sind indessen viel witziger, weil sich ein Linker für die Verteidigung einer „französischen Eigenart“, der „Französischkeit schlechthin“ (Alfonz 4/2018) einsetzt, obwohl die heutige Linke längst „linkskapitalistisch“ ist. Die heutigen Linken sind nämlich ganz beflissen Migranten für die globalisierte kapitalistische Produktionsweise als Verschiebemasse zu befürworten, und „Hedonismus und Konsumismus mit menschenrechtlich argumentierendem Universalismus zur neuen, `kulturlinken´, postmodernen Heilslehre“ zu synthetisieren (vgl. Sezession 85/2018 & 87/2018). „Fest steht in jedem Fall: `Die spinnen, die Linken!´“

 

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