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Kontrakultur

AfD-NRW-Vize Helferich: „Stehen in kritischer Solidarität zu Xavier Naidoo“

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Foto links: M. Helferich / Foto Naidoo: Pic: @thommymardo

Arcadi: Hi Matthias, Xavier Naidoo sollte in Dortmund auftreten. Jetzt kippt die Stimmung. Was ist deiner Meinung nach passiert?

Der rote Oberbürgermeister von Dortmund, Herr Ullrich Sierau, hat über die städtische Internetseite verlautbaren lassen, dass sich die Stadtverwaltung gegen einen geplanten Auftritt von Xavier Naidoo im Dortmunder Westfalenpark stelle. Begründet hat man dies mit Naidoos Kritik an der weiter anhaltenden Massenmigration und seinen Positionen zur Corona-Pandemie. Wir als Dortmunder AfD haben uns hiergegen gewandt. Es ist ein nicht haltbarer Zustand, wenn sich die Verwaltung, die zur staatlichen Neutralität verpflichtet ist, zum Zensor in Kunst- und Kulturfragen aufschwingt.

Ich hätte mir dann auch einen Aufschrei des „Chors der Empörten“ gewünscht, als die linksextreme Band „Feine Sahne Fischfilet“ in Dortmund auftrat.

Arcadi: Steht die AfD geschlossen hinter Naidoo oder wie darf man sich das vorstellen?

Sicherlich steht die AfD nicht „geschlossen“ hinter den Einzelmeinungen oder der Musik von Xavier Naidoo. Wir stehen aber als Partei und Teil einer vitalen Verfassungskultur für die Kunst- und Meinungsfreiheit ein. Es ist nicht die Aufgabe der Exekutive Eingriffe in diese elementaren Freiheitsrechte vorzunehmen. Daher stehen wir in „kritischer Solidarität“ zu Xavier Naidoo, dem verfemten Kabarettisten Uwe Steimle und den vielen anderen Opfern des neuerlichen Jakobinertums im Kunst- und Kulturbereich.

Arcadi: Xavier Naidoo hat angekündigt, mit dem Rapper Chris Ares Musik zu machen. Glaubst du, dass dies der wahre Grund der Absage ist?

Das mag mitunter die Stadt motiviert haben, gegen Xaviers Auftritt in Dortmund vorzugehen. Hauptgrund ist aber sicherlich die Unangepasstheit Naidoos. Wir erleben in Deutschland ja allerorts die staatliche Durchsetzung von Meinungs- und Denkverboten. Wer wie Naidoo bspw. Migrantenkriminalität thematisiert, verstößt gegen die Regeln des Establishments und wird zur persona non grata erklärt. Diese Zensur ist auch Ausdruck einer großen Angst der etablierten Politik vor einer Erweiterung des Raums des Sagbaren.

Arcadi: Wie siehst du den musikalisch-vorpolitischen Raum? Sollte die AfD diesen aktiv fördern oder für sich selbst belassen?

Grundsätzlich ist es nicht unsere Aufgabe als Partei bestimmte Musikgeschmäcker zu fördern. Es ist aber unsere Aufgabe Gedeihensvoraussetzungen für eine vielfältige Musik- und Meinungskultur in diesem Land zu schaffen. Diese ist derzeit gefährdet. Das werden wir nicht hinnehmen.

Arcadi: Kommen wir zur AfD NRW, der du als stellvertretender Sprecher vorstehst. Dieses Jahr sind Kommunalwahlen. Wie gut ist die Partei vorbereitet in NRW?

Ich war in den vergangenen Jahren in zahlreichen Kreisverbänden und habe kommunalpolitische Themenabende abgehalten. Viele Kreisverbände, die ja gerade aus ehrenamtlichen Parteimitgliedern bestehen, kümmern sich mit viel Herzblut um die erfolgreiche Absolvierung von Aufstellungsversammlungen.  Der Landesverband wird eine NRW-weite Plakat- und Flyerkampagne anbieten, die freundlich, frech und widerständig ist. Mit der AfD wird es in den Stadträten und Kreistagen nun auch lokal endlich eine starke Oppositionskraft geben – das stimmt mich hoffnungsvoll. Corona hat uns sicherlich in der Vorbereitung zurückgeworfen, aber das werden wir meistern.

Arcadi: Wie zufrieden bist du mit der derzeitigen Situation innerhalb der Partei? Der Flügel musste sich auflösen. Ein Jörg Meuthen brachte das Thema Spaltung für einige Tage ins Spiel. Wie sollte sich die Partei deiner Meinung nach verhalten?

Hier vertrete ich die Linie unseres Landessprechers Rüdiger Lucassens – wir benötigen keinen Fraktionismus in unserer Partei und daher auch keine Strömungsbewegungen, die Anreiz für Konflikte in den einzelnen Gliederungen bieten. Aber ich muss auch Prof. Meuthen widersprechen: Für eine gütliche Trennung zwischen den West- und Ostverbänden sehe ich keine Notwendigkeit. Die Partei braucht einen offenen Diskurs, Respekt vor unterschiedlichen Meinungen und Geschlossenheit gegenüber den Gegnern unserer Partei und Ideenwelt. Ich erwarte vom ehemaligen Flügel ein klares Vorgehen gegen parteischädigende Grenzüberschreitungen und so erwarte ich Toleranz vom moderaten Teil der Partei gegenüber national-konservativen Positionen. Es darf und es wird auch keine Spaltung der Partei geben.

Arcadi: Die AfD ist eine veraltete Partei und sieht im Vergleich zu ihren europäischen Partner ebenfalls alt aus. Warum begeistert die AfD so wenige Menschen für die aktive Mitgestaltung der Partei und der patriotischen Bewegung?

Sicherlich üben Verfassungsschutz, etablierte Politik und Medien in keinem anderen Land Europas so viel Isolationsdruck auf eine Oppositionskraft aus, wie in Deutschland. Faktische Berufsverbote, die Bedrohung von Gastwirten und die Verbannung unserer Spitzenleute aus den abendlichen Talkshows sollen uns möglichst unattraktiv erscheinen lassen. Dem müssen wir entgegenwirken und über unsere Kanäle, wie zum Beispiel alternative Jugendmedien wie Arcadi, damit beginnen, ein positives Narrativ zu setzen. Wir müssen endlich mit einer eigenen bürgerlich-freiheitlichen, aber auch konservativ-patriotischen Geschichtserzählung in den Meinungskampf eintreten – dabei immer selbstbewusst und „heimatverliebt“.

Arcadi: Zuletzt war ein Medienportal aus dem Dunstkreis der AfD NRW Thema im Innenministerium und in der Presse. Was werden die Betreiber dieser Seite und andere junge Medienmacher von der AfD zukünftig erwarten müssen? Ablehnung?

Jugendmedien wie FlinkFeed oder Arcadi können von mir als AfD-Funktionär zunächst immer Respekt und Anerkennung für ihren Mut erwarten. Wir brauchen als „Drittes Lager“ in Deutschland junge, angriffslustige Medienmacher, die den journalistischen Widerspruch wagen. Das Landesinnenministerium hat die „Gefahr“, die von Arcadi oder FF ausgeht erkannt und handelt in gewohnter Art und Weise mittels staatlicher Repressionsmaßnahmen. Wie auch im Fall von Naidoo ist es sodann unsere Aufgabe als verfassungstreuer Partei gegen ungerechtfertigte Angriffe auf den vorpolitischen Raum vorzugehen. Das Establishment wird nur eine AfD akzeptieren, die unter 5 Prozent landet. Deshalb stelle ich mich gerne vor junge Medienprojekte, die die herrschende Meinungsdominanz ankratzen. Etablierungssucht und Selbstradikalisierungswahn führen die AfD in den Untergang. Zusammenhalt, Disziplin und Kreativität werden ihr eine blühende Zukunft bescheren.

Arcadi: Danke für das Gespräch!

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Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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2 Kommentare

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Regine Stephan
Gast
Regine Stephan

Matthias Helferich hat recht, wir als AfD brauchen nicht jede Musikrichtung gut finden, aber solange nicht gegen elementare Regeln des guten Geschmacks und des Jugendschutzes verstoßen wird, unterstützen wir natürlich den Auftritt von Xavier Naidoo. Vor Jahren schon hat der OB Sierau und seine Zuarbeiter vom Bündnis für Vielfalt, Toleranz und Demokratie im Namen eben dieser Demokratie den Auftritt des Islamkritikers Hamed Abdel Samad in Dortmund verhindert. Die linksgerichtete Dortmunder Demokratie wählt eben genau aus, wer auftreten darf, damit die Wahrheit mal so schnell nicht ans Licht kommt und die Dortmunder Bürger nicht auf die dumme Idee kommen, mal etliches… Weiterlesen »

Mike.
Gast

„..dumme Idee kommen, mal etliches , was in der Stadt so passiert, mal zu hinterfragen.“
Wat den?

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